AIDA-Gründer hat neues Kreuzfahrt-Konzept in der Schublade
14. September 2025
Ahoi, Ihr Lieben!
Vieles spielt sich bei mir ja auch hinter den Kulissen ab. Diese Woche war besonders dicht getaktet: Erst die Seatrade Europe, die Branchenmesse, die alle zwei Jahre die Kreuzfahrtbranche nach Hamburg holt. Dann noch die Hamburg Cruise Days – und damit an vier Abenden diese Woche Termine, Gespräche, Begegnungen. Spannend, interessant an manchen Stellen auch überraschend. Aber ehrlicherweise auch nicht unanstrengend - man wird ja nicht jünger. Gut, dass es in drei Wochen in den Urlaub geht.
Der AIDA-Erfinder hat noch Ideen
Es gibt Namen, die ich kenne, ohne je die Person dahinter wirklich erlebt zu haben. So ging es mir mit Horst Rahe, einem der Väter des AIDA-Konzepts vor mehr als 30 Jahren. Gelesen habe ich den Namen des Reeders unzählige Male – persönlich begegnet bin ich ihm nie.
Nun aber war er aber ausführlich im OMR-Podcast zu hören. Mein Eindruck: Rahe ist weniger Touristiker, sondern eher ein Zahlenmensch. Er kaufte ja nach der Wende die Deutsche Seereederei in Rostock gemeinsam mit Nikolaus Schües - daraus ging dann AIDA hervor. Aber er hat definitiv einiges Spannendes zu erzählen. So ist auch zu hören, dass er mit AIDA nicht unbedingt reich geworden ist.
Was mich hat aufhorchen lassen:
Mehr verriet Horst Rahe dazu nicht. Aber ich finde es spannend, wenn jemand noch Ideen hat, der längst den Ruhestand genießen könnte. Rahe ist 86 Jahre alt – und offenbar immer noch voller Tatendrang. Ich bin gespannt, ob er die Branche noch einmal überraschen wird.
Ist die Mein Schiff Relax ein Problemschiff für TUI Cruises?
Das wichtigste neue Schiff für den deutschen Markt in diesem Jahr war zweifelsohne die Mein Schiff Relax. Entsprechend gespannt war ich auf die ersten Reaktionen. Wer sich auf Facebook umsieht, stößt dort schnell auf viele kritische Stimmen von treuen Fans der Mein-Schiff-Flotte. Viele fühlen sich an Bord nicht mehr so heimisch wie auf den bisherigen Schiffen eins bis sieben.
Aber man kennt das: Wer zufrieden ist, schreibt selten. Wer unzufrieden ist, dafür umso häufiger. Positive Stimmen finden sich also eher wenige. Aber man muss auch sagen: Das ist nicht sonderlich aussagekräftig. Wirklich wissen, wie das Schiff läuft, kann nur die Reederei selbst.
Deshalb war es für mich spannend, am Rande der Seatrade Europe mit TUI-Cruises-Chefin Wybke Meier zu sprechen. Die kritischen Kommentare sind natürlich auch nicht an ihr vorübergegangen. Sie erinnerte die Situation an 2014, als mit der Mein Schiff 3 das erste komplett neue Schiff der Flotte kam. Auch damals fühlten sich Hardcore-Fans, die die Vorgänger gewohnt waren, plötzlich fremd. Heute ist das längt vergessen.
Meier berichtete von vielen positiven Rückmeldungen, etwa von Familien oder Gästen, die die Flotte zum ersten Mal ausprobieren. Jedenfalls klang sie nicht wie eine Chefin, die mit der Mein Schiff Relax ein Problemschiff hat. n
Bis nächste Woche, spätestens!
Euer Matthias
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