TUI Cruises streicht umstrittenes Angebot
19. Juli 2026
Ahoi, Ihr Lieben!
Es ist ein Privileg, in diesen manchmal verrückten Zeiten – in denen ja wirklich einiges Komisches in der Welt passiert – Teil dieser Kreuzfahrt-Bubble zu sein. Wenn ich mir anschaue, welche Probleme uns hier gerade beschäftigen, sind das tendenziell eher Luxusprobleme. Und genau darum soll es heute auch gehen.
TUI Cruises streicht Zugang zu Suitenbereichen für Balkon-Kunden
Schiff Nummer zwei der Intuition-Klasse von Mein Schiff ist am Start: die Mein Schiff Flow. Wenn ich mir aber die Online-Werbekampagnen anschaue, die mir aktuell auf Facebook & Co. für die Suiten auf diesen Schiffen angezeigt werden, ist das für mich ein Zeichen: Die verkaufen sich offenbar nicht mehr in dem Maße wie bisher. So gezielte Werbung für die Suiten habe ich in der Vergangenheit jedenfalls noch nicht gesehen.
Man wurde also erfinderisch und brachte etwas Neues an den Start: den sogenannten X-Pass. Damit konnten Bewohner von Balkonkabinen auf den beiden neuen Schiffen für 129 € pro Person und Tag Zugang zu den X-Bereichen für Suitengäste – also zum Restaurant X-Coast, zur X-Lounge und zum X-Sonnendeck. Keine Frage: Diese Bereiche sind auf den Schiffen wirklich schön. Nur der Preis war mit 258 € pro Paar und Tag schon recht knackig, und einzelne Tage konnte man sich nicht dazubuchen – nur die ganze Woche.
Bei den Suiten-Gästen von Mein Schiff entzündete sich daraufhin online eine Diskussion: Man warf der Reederei vor, die Exklusivität dieser Bereiche aufzuweichen. Und tatsächlich hat TUI Cruises reagiert – das Angebot wurde wieder eingestellt.
Ganz ehrlich kann ich das aber nicht nachvollziehen. Ich fand den Preis nämlich ohnehin schon unattraktiv: Man bekommt ja gar nicht die kompletten Suiten-Vorteile. Es fehlt zum Beispiel das Internet, das im Preis nicht enthalten ist, und man landet auch nicht automatisch in einer größeren Kabine, sondern bleibt im Vergleich zur Junior Suite natürlich in der kleineren Balkonkabine. Man zahlt also einen relativ hohen Aufpreis für ein am Ende nicht besonders attraktives Gesamtpaket.
So hätte ich das also gar nicht gemacht – und ich finde eigentlich keinen echten Grund zur Aufregung. Auch in der Luftfahrt gibt es solche Upgrades: Economy-Gäste dürfen unter bestimmten Voraussetzungen in die Business-Lounge, oder man kauft sich ein Upgrade, das am Ende manchmal teurer ist, als hätte man gleich Business Class gebucht. Das ist also nichts grundsätzlich Neues. Bei den Mein-Schiff-Kreuzfahrten bleibt jedenfalls erstmal alles beim Alten.
Der neue Trend: Coolcation
Früher wollten wir es im Sommer immer schön warm haben – "Wann wird's mal wieder richtig Sommer" und so weiter. Heute geht der Trend spannenderweise in die andere Richtung: Viele sehnen sich nach Kälte, und es gibt dafür sogar einen eigenen Begriff – Coolcation.
Ich finde das durchaus spannend, gerade weil wir in Hamburg zuletzt an einigen Tagen schon 34 Grad hatten – wenn auch nur an einzelnen Tagen. Da fragt man sich natürlich: Warum nicht mit dem Schiff dorthin fahren, wo es kühl ist – nach Island zum Beispiel oder nach Norwegen? Wenn ich mir aktuell die Temperaturen in Reykjavik (siehe Foto) anschaue, liegen die dieser Tage bei rund 13 Grad. Das wäre mir persönlich, ehrlich gesagt, dann doch wieder zu kühl. Am liebsten hätte ich es ja ganzjährig bei 22 Grad – aber genau das zu finden, wird schwierig. Trotzdem: ein spannender Trend, diese Coolcation.
Kanaren gehen immer
Zum Schluss noch ein Klassiker – bezogen vor allem auf die Wintersaison der Kanaren-Kreuzfahrten. Mittlerweile sind dort ja nicht mehr nur AIDA und Mein Schiff unterwegs, sondern auch andere Reedereien. Ich habe mir trotzdem mal die beiden Marktführer genauer gegenübergestellt: den großen Kanaren-Preisvergleich als interaktive Übersicht.
Wenn ihr mal schauen wollt, wie sich AIDA und Mein Schiff preislich unterscheiden, könnt ihr dort jeweils eine Woche auswählen und seht direkt den Unterschied. Spannend finde ich: Wenn man berücksichtigt, dass bei Mein Schiff mehr Leistungen inklusive sind, ist die Reederei oft gar nicht so teuer, wie man zunächst denken würde. Da lässt sich also durchaus noch das eine oder andere Schnäppchen machen – nur immer dran denken: Das Ganze ist jeweils ohne Flug gerechnet. Probiert ihn gerne mal aus, den großen Kanaren-Preisvergleich.
Zum Kanaren-PreisvergleichBis nächste Woche - spätestens,
Euer Matthias
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Eine Kreuzfahrt endet nicht am Schiff – der Landgang ist das eigentliche Highlight. Aber: Buchst du über die Reederei, zahlst du oft das Doppelte. Ich zeige dir alle Wege an Land – von bequem-teuer bis kostenlos-eigenständig. In diesem Video zeige ich dir: Reederei-Ausflüge: Vor- und Nachteile (und warum sie so teuer sind) Alternative Buchungsplattformen wie http://morr.de/landausfluege , GetYourGuide, Viator & Withlocals, kostenlose Stadtführungen über GuruWalk, Landgang komplett auf eigene Faust organisieren, Wandern & Radfahren mit Komoot, Mein aktueller Geheimtipp: Landausflüge mit KI planen (inkl. zwei Live-Beispielen aus Civitavecchia und Barcelona)
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