Wenn Luxus plötzlich im Angebot ist
16. August 2026
Ahoi, Ihr Lieben!
Kreuzfahrt ist grundsätzlich ein gewisser Luxus - gar keine Frage. Aber das Ganze ist natürlich immer relativ. Für den einen ist schon die kleinste Kabine auf einem großen Schiff der große Luxus - für den anderen ist es die größte Kabine auf einem ganz kleinen Schiff.
Als Luxus auf See noch aus zwei Schiffen bestand
Wenn man sich das mal anschaut, wie es vor einigen Jahren war: Es gab Hapag-Lloyd - damals noch "Kreuzfahrten" und nicht "Cruises" - mit der Europa. Und es gab Deilmann mit der MS Deutschland. Das war erst mal alles. An Bord von AIDA beispielsweise wurde für die Gäste der Suiten nicht groß etwas getan - da war nicht viel mit Luxus.
Als 2009 Mein Schiff an den Start ging, änderte sich das schon etwas - immerhin gab es dort eine kleine Lounge für die Suiten-Gäste. Und das wurde in den Jahren danach immer mehr - auch AIDA fing plötzlich an, auf neuen Schiffen Lounges zu bauen. Hapag-Lloyd bekam die Europa 2. Aber damit nicht genug - besonders in den letzten Jahren kamen immer mehr Luxusschiffe dazu, ganz neue Anbieter wie Explora Journeys, die Ritz-Carlton Yacht Collection oder Four Seasons Yachts. Man kommt eigentlich kaum noch hinterher.
Sonderangebote im Luxussegment? Eigentlich undenkbar
Wo wir grad beim Hinterherkommen sind - was man im Moment sieht: Da scheint die Kapazität etwas zu schnell gewachsen zu sein. Man sieht, dass TUI Cruises plötzlich die Suiten auf den neuen Schiffen bewerben muss. Und man sieht Sonderangebote bei Luxusreedereien. Sonderangebote im Luxusbereich - eigentlich total undenkbar. Wer sich mal so einen Aluminium-Koffer der Firma mit dem R gekauft hat, der weiß, was ich meine - die sind eigentlich nie im Angebot. Bei den Schiffen ist das gerade ganz anders.
Für alle, die das mal ausprobieren wollen, ist das aber super. Da ist man jetzt nicht mehr zwingend bei 500 Euro die Nacht - wer schaut, ist auch mal für 350 Euro pro Nacht dabei. Und dann sind wir plötzlich bei einem richtig guten Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man überlegt, was da häufig alles dabei ist: die Getränke, das Internet, der Roomservice. Und man hat eben nicht die Dinge, die auf den großen Schiffen vielleicht nerven - Fotografen zum Beispiel, die einen auf Schritt und Tritt verfolgen. Es ist eben ein anderes Flair.
Ob ich nun jedem ein reines Luxusschiff empfehlen würde? Ganz sicher nicht. Das Flair ist anders, und das muss man auch wollen. Wer mit einer Suite bei Mein Schiff zufrieden war, ist nicht automatisch auch auf einem reinen Luxusschiff zufrieden. Ausprobieren kann man es aber - und genau dafür lohnt sich vorher eine Beratung beim Buchungsteam.
Bis nächste Woche - spätestens,
Euer Matthias
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Alle zerreißen dieses Schiff - ich sehe es anders! Morr-Rundgang
Dieses Schiff wird in amerikanischen Foren regelrecht zerrissen – und ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, warum. Eine Woche war ich auf der Sun Princess in der Karibik unterwegs, in der Innenkabine für 700 Euro. Und ja: Es gibt Dinge, die hier gründlich schiefgegangen sind. Der Klettergarten zum Beispiel, von dem heute nur noch Reste übrig sind. Princess Cruises wollte mit der Sphere Class den ganz großen Wurf. Ein Schiff, das alles anders macht als die restliche Flotte, das Familien anziehen soll, das mit Technik glänzt. Manches davon hat funktioniert. Manches ganz eindeutig nicht. Im kompletten Rundgang zeige ich euch alles: das Buffet, das ganz unten statt oben liegt. Vier Orte mit Pizza – und ausgerechnet der fünfte kostet Geld. Ein Theater, für das man 30 Minuten vorher da sein muss. Die Piazza, die verdächtig nach AIDA-Theatrium aussieht. Das Medallion-System, das mir hundertmal dasselbe Foto verkaufen wollte. Und ein Spa, das so versteckt liegt, dass ich es selbst erst am Ende gefunden habe. Am Ende die Frage an euch: Ist das ein gutes Schiff geworden – oder haben die Kritiker recht?
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