Wie AIDA leichter Aufpreise einführt als Mein Schiff
26. Juli 2026
Ahoi, Ihr Lieben!
Heute melde ich mich mal wieder vom Comer See in Italien - mit Blick aufs Wasser, allerdings auf keinem, auf dem sich Kreuzfahrtschiffe blicken lassen. Ich bin schon zum zweiten Mal in diesem Jahr hier bei Freunden zu Besuch. Aber lange bleibt es nicht so beschaulich, denn morgen geht's schon wieder in Sachen Kreuzfahrt weiter - dieses Mal nach Saint-Nazaire in Frankreich, zur Werft von Chantiers de l'Atlantique. Dort entsteht gerade die MSC World Asia, die zum Jahresende in Dienst gestellt wird. Ich schaue mir an, wie weit der Bau schon ist.
Wenn ein Aufpreis für die einen ein Skandal ist und für die anderen kein Thema
In den einschlägigen Foren und Facebookgruppen wurde in den vergangenen Tagen intensiv diskutiert - dieses Mal nicht über den X-Pass, dessen Einführung und Abschaffung ich ja letzte Woche schon behandelt hatte, sondern über einen Test auf der Mein Schiff 7. Dort lassen sich nun gute Plätze im Theater reservieren - inklusive eines Getränks, das sonst extra kosten würde, etwa Champagner - für 14,50 Euro.
Gezwungen wird niemand. Wer keinen reservierten Platz möchte, schaut die Show weiterhin kostenlos - so wie bisher auch. Trotzdem wird TUI Cruises dafür ordentlich zerrissen. Ich frage mich: Warum eigentlich? Bei AIDA gab es früher eine ganz ähnliche Idee - reservierte Tische im Buffetrestaurant, wenn man vorher eine Aufpreisflasche Wein bestellt hatte. So experimentiert man halt als Reederei. Nennenswert zerrissen wurde AIDA dafür nicht. Dabei ist gerade AIDA dafür bekannt, aus früheren Inklusivleistungen, wie der Sauna oder dem Nachmittagskaffee zum Kuchen, kostenpflichtige Angebote gemacht zu haben - und zwar für praktisch alle Gäste, nicht nur für die, die es freiwillig wollten.
Vielleicht ist es das: Wer viel Vertrauen aufgebaut hat, indem so viel inklusive war, verliert es schneller, sobald sich daran etwas ändert. Gibt man dem Gast den kleinen Finger, will er die ganze Hand nehmen. Nicht so einfach!
Ein Luxushotel, eine Fähre und zwei Keuzfahrtschischiffe - was im September ansteht
Für den September habe ich mir mal wieder etwas Komplexeres gebucht - selbst organisiert und selbst bezahlt. Über zwei Wochen bin ich dann unterwegs: Auf zwei ganz unterschiedlichen Kreuzfahrtschiffen. Die Details dazu gibt's bisher exklusiv in der Morr & Meer Crew, der Community für alle, die ihre Reisen über morr.de buchen - aber ein kleiner Vorgeschmack sei hier verraten: Ich probiere dazu auch mal etwas Neues und drehe ein Video aus einem Luxushotel im Mittelmeerraum - knapp 500 Euro die Nacht, so viel habe ich, glaube ich, noch nie für eine Nacht bezahlt. Und ich bin außerdem mit einer modernen Fähre im Mittelmeer unterwegs - vielleicht ja die Alternative zur Kreuzfahrt, wer weiß. Mehr dazu im Herbst.
Bis nächste Woche - spätestens,
Euer Matthias
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25.000 Euro! Lohnt sich eine Antarktis-Kreuzfahrt? Morr & Meer Kreuzfahrt-Podcast #29
Drei Wochen Antarktis: Harald Manger von generalalarm.de war mit der Hanseatic Spirit von Hapag Lloyd unterwegs, von Buenos Aires über Kap Horn und die berüchtigte Drake-Passage bis zur antarktischen Halbinsel, weiter nach Südgeorgien und über die Falklandinseln zurück. Harald berichtet seit 2005 über Kreuzfahrten und zählt damit zu den dienstältesten deutschen Kreuzfahrt-Bloggern. Im Gespräch geht es um die Vorbereitung auf eine Expeditionsreise, von Packliste bis KI-Recherche, um den Ablauf der Zodiac-Landgänge, die 5-Meter-Regel bei Pinguinen und einen der emotionalsten Momente der Reise in der stillen Paradise Bay. Dazu kommen Buckelwale zum Anfassen nah in der Wilhelmina Bay, Wellen von 12 bis 13 Metern, die den Kapitän zur Routenänderung zwangen, das Bordleben mit offener Kommandobrücke, Vorträgen von Biologen und Geologen sowie Essen, Getränke und Starlink-Internet an Bord. Und natürlich die Preisfrage: Was kostet eine solche Reise wirklich? Harald zahlte für seine Balkonkabine in Einzelbelegung rund 25.000 Euro, inklusive Flug und Schiffspassage. Ob sich das lohnt und warum er trotzdem sagt, er müsse es kein zweites Mal machen, erfahrt ihr in dieser Folge.
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