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Morrletter #273

AIDA baut um, Cunard gibt ab

11. Oktober 2026

Ahoi, Ihr Lieben!

Ich sage immer, die Kreuzfahrtbranche ist eher Tanker als Schnellboot - wirklich überraschende Meldungen sind selten. Diese Woche war das anders: Gleich zweimal habe ich beim Lesen gedacht, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet.

Mehr Bars, kein veganes Restaurant mehr - AIDA baut die Prima und Perla um

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AIDA weitet das Modernisierungsprogramm „AIDA Evolution“ auf die AIDAperla und AIDAprima aus - rund 100 Millionen Euro pro Schiff. Was mich daran überrascht: Bisher waren die älteren Sphinx-Schiffe dran, die AIDAdiva war bei ihrem Werftaufenthalt 2025 schon 18 Jahre alt. Die AIDAprima ist dann gerade mal zwölf, die AIDAperla etwa zehn. Für Schiffe in dem Alter ist das ein ungewöhnlich großer Umbau. Neu sind vor allem Bars - eine Panorama Lounge, eine Chilli Out Bar mit Tacos und Tequila. Dazu kommen das East Fusion mit Hotpot und Korean BBQ am Tisch, ein Teppanyaki-Grill und Minigolf auf Deck 16. In die Werft in Marseille geht die AIDAperla vom 2. April bis 2. Mai 2027, die AIDAprima ein Jahr später vom 21. April bis 21. Mai 2028.

Was dafür verschwindet: das vegane Restaurant. Erst im Juni 2023 hatte AIDA es auf der AIDAperla und AIDAprima eingeführt - als Antwort auf die steigende Nachfrage nach pflanzlicher Küche, mit Showküche und Kochkursen. Nach nicht mal vier Jahren ist es wieder weg. Kaum ein Thema an Bord polarisiert so sehr wie vegan - die einen fanden es überfällig, die anderen haben es nie betreten. Ob es am Ende zu wenig Gäste waren oder die Fläche mit Hotpot und Korean BBQ einfach mehr Umsatz verspricht, sagt AIDA nicht. Und was auch kommen wird: USB-Steckdosen am Bett und Nachtlichter im Bad.

Warum gibt Cunard ihr neuestes Schiff ab?

Wo wir grad beim Carnival-Konzern sind - zu dem gehört ja auch Cunard. Und da wird gerade ordentlich durchgetauscht: Die Queen Anne - erst 2024 in Dienst gestellt, der erste Cunard-Neubau seit 14 Jahren - wechselt zu P&O Cruises. Ihre Weltreise 2028/29 fährt sie noch unter Cunard-Flagge, dann wird umgebaut, und ab Mai 2029 ist sie für die britische Schwestermarke unterwegs. Die Arcadia von P&O geht im Gegenzug zu Holland America Line - ihre letzte P&O-Reise endet am 21. August 2029.

Die offizielle Begründung: eine einheitlichere Flotte. Und ein bisschen nachvollziehen kann ich das sogar - Queen Victoria und Queen Elizabeth sind Schwestern, die Queen Mary 2 ist ein Einzelstück, und die Queen Anne passte da von der Bauart nie so recht rein. Trotzdem: Cunard schrumpft von vier auf drei Schiffe, und das jüngste ist dann wieder die Queen Elizabeth von 2010. Dass eine Reederei ihr neuestes Schiff nach gerade mal fünf Jahren abgibt - das ist auch eher ungewöhnlich.

Mal kein Schiff - sondern ein Hotel

Barcelona ist für viele Kreuzfahrten Start- oder Zielhafen - und wer nicht am Abreisetag direkt vom Schiff zum Flughafen will, braucht ein Hotel. Das W ist da kaum zu übersehen: das segelförmige Gebäude direkt am Strand der Barceloneta, nicht weit vom Kreuzfahrtterminal. Ikonisch, keine Frage - aber ist es das Geld auch wert? Ein Hotel-Review ist auch für mich etwas Neues:

Wer nach einer Kreuzfahrt ab Barcelona sucht - oder ganz woanders hin: Das Buchungs- und Beratungsteam ist sieben Tage die Woche von 9 bis 21 Uhr für euch da, unter 040/25 32 87 88 - oder ihr schickt eure Wünsche einfach über morr.de/reiseanfrage.

Bis nächste Woche - spätestens,

Euer Matthias

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