Man sieht etwas, liest etwas, hört etwas – und weiß oft nicht, wer es bezahlt hat und wie unabhängig es ist. Hier lege ich offen, wie das bei mir läuft.
Ich arbeite seit 1995 in den Medien. Für mich war von Anfang an klar: Wenn ich über etwas berichte, dann auch kritisch, wo es angebracht ist. Das gilt genauso für meine Kreuzfahrt-Videos auf YouTube.
Ich zahle die Reise selbst.
Seit Anfang 2026 bezahle ich meine beruflichen Reisen selbst, vereinzelt habe ich das auch vorher schon gemacht. Dadurch bin ich viel flexibler. Ich muss nicht warten, ob ich auf ein bestimmtes Schiff eingeladen werde, sondern buche einfach. Außerdem kann ich mehrere Reisen sinnvoll miteinander verbinden.
Ein weiterer Vorteil: Diese Videos müssen nicht als Werbung gekennzeichnet werden, weil keine Gegenleistung dahintersteht.
Die Reederei zahlt die Reise.
In seltenen Fällen mache ich bezahlte Kooperationen mit Reedereien. Dann ist das Video klar als Werbung gekennzeichnet und ich bekomme ein Honorar. Die Reederei sieht das Video vor der Veröffentlichung, aber ich sage in einer Kooperation nichts, was ich nicht auch ohne sie sagen würde.
Die Reederei lädt mich ein.
Bis 2025 war ich meistens auf Pressereisen unterwegs. Das heißt, die Reederei lädt ein und man zahlt nichts für die Reise. Dafür gibt es oft ein festes Programm, das ist also etwas anderes als eine geschenkte Urlaubsreise.
Wichtig dabei: Es gab keinen Vertrag mit der Reederei. Es war nicht einmal festgelegt, ob ich überhaupt etwas veröffentliche, und niemand hat die Inhalte vorab geprüft. Jahrelang war das für mich der übliche und vertretbare Weg.
Nach meinem Verständnis nicht. Für mich zählt in erster Linie die gute Geschichte, und die hat nichts mit den Buchungen zu tun, die ein Partner für euch abwickelt. Manchmal geht es sogar um Reedereien, die man weder bei diesem Partner noch überhaupt auf dem deutschen Markt buchen kann. Mir geht es also nicht darum, ständig einen Buchungskanal zu bewerben. Ich mache schließlich kein sonnenklar.TV.
Die Zusammenarbeit mit einem Buchungspartner hat einen großen Vorteil: Ich muss kein eigenes Reisebüro mit Personal betreiben. Damit fällt auch der Druck weg, ständig für Auslastung zu sorgen. Genau das gibt mir eine besondere Form von Unabhängigkeit.
„Ihr sollt immer wissen, was hinter einem Video steckt.“
Meine Reisen zahle ich heute selbst, Werbung kennzeichne ich klar, und Buchungen sind zwar ein wichtiger Teil meiner Arbeit, aber eben nur ein Teil – ich habe keinen Druck, dass über mich etwas gebucht werden muss. So kann ich sagen, was ich wirklich denke – über jedes Schiff und jede Reederei. Genau dafür schaut ihr meine Videos, und dabei soll es bleiben.