AIDA streicht Traumjob
18. Oktober 2026
Ahoi, Ihr Lieben!
Heute legt in Hamburg die AIDAsol zu ihrer Weltreise ab - 126 Tage, zurück ist sie am 21. Februar 2027. Eine Position, die seit Jahren einfach dazugehörte, bleibt dieses Mal allerdings unbesetzt.
AIDA streicht Traumjob
Es war immer etwas Besonderes: Für die Weltreise wurde ein Mitglied der AIDA-Crew als Weltreisereporter ausgewählt, bezog eine Gästekabine und berichtete über die gesamte Reise auf den verschiedenen Kanälen. Seitdem schien der Weltreisereporter einfach dazuzugehören. Dieses Mal ist keiner dabei. Berichtet wird in anderer Form, und zwar vom TV-Team und den Fotografen an Bord. Ein Traumjob für die AIDA-Crew ist damit erstmal entfallen. Immerhin gab es für das Crewmitglied stets eine Kabine im Gästebereich.
Heißt das, wir sehen jetzt kaum noch etwas von der Weltreise? So kann man das nicht sagen. In den vergangenen Jahren war nämlich ein interessantes Phänomen zu beobachten: Zahlreiche Gäste haben auf eigenen YouTube-Kanälen und Instagram-Accounts von der Weltreise berichtet - teilweise sehr professionell. Das hatte man bei AIDA vermutlich gar nicht erwartet, als man die Position des Weltreisereporters ursprünglich geschaffen hatte. Offiziell übernimmt jetzt die Crew - in Wahrheit sind es eher die Gäste. Aber gut, bei einer Reise von deutlich über 100 Tagen hat man ja auch Zeit. Und warum nicht? Das kann ein wunderbares Hobby sein. Inhalte von echten Reisenden sind natürlich im Zweifel auch überlegen. Gute Reise allen, die heute dabei sind!
Mein Nachbar, der ein Schiff sucht
Wo wir grad beim Blick hinter die Kulissen sind: Die Kreuzfahrtwelt in Hamburg ist ein Dorf - in meinem Fall ganz besonders. Ich wohne etwa 50 Meter vom Büro von Plantours Kreuzfahrten entfernt - und 50 Meter in die andere Richtung wohnt Oliver Steuber, der Geschäftsführer. Auf dem Weg ins Büro sieht er, ob mein Rollo noch unten ist - und ruft dann lieber nicht an. Wobei das Rollo, zugegeben, nicht immer etwas zu sagen hat ;-).
Jetzt war er bei mir in Folge 35 von Morr & Meer - Kreuzfahrt-Podcast - und hat unter anderem verraten, wie Kreuzfahrtschiffe eigentlich gehandelt werden. Im Grunde wie Immobilien: Es gibt Makler, die anrufen oder eine Mail schicken, mit einer Schiffsbeschreibung - aber fast nie mit Preis. Stattdessen heißt es: Gebt ein Angebot ab. Danach geht es ins Detail - Kauf oder Charter, ab wann ist das Schiff frei - später an Bord, Zahlen rechnen, verhandeln. Ganz theoretisch ist das für Plantours nicht: Seit Jahren sucht man ein zweites Hochseeschiff neben der Hamburg, mit maximal 600 bis 800 Gästen. Gefunden hat sich bisher nichts. Stand heute.
Die schönste Geschichte aus dem Gespräch stammt aber aus dem Jahr 2015. MS Hamburg fiel nach einer Grundberührung aus, Plantours charterte kurzerhand die Deutschland - die lag nach der Deilmann-Insolvenz ungenutzt herum. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wechselte die komplette Crew hinüber. Problem nur: Als die Hamburg aus der Werft kam und am nächsten Tag in Kiel wieder Gäste an Bord sollten, war die Crew noch auf der Deutschland beschäftigt. Wer macht das Schiff jetzt sauber? Das Büro. Wochenendeinsatz für das ganze Team - inklusive Geschäftsführer mit Staubsauger im Treppenhaus. Wahnsinn!
Im Gespräch geht es außerdem um die große Renovierung der Hamburg in Istanbul und um die 147-Nächte-Reise über Antarktis und Südsee. Lieber nur anhören? Hier entlang: morr.de/pod.
Wer selbst einmal länger unterwegs sein will - ob Weltreise, Teilstrecke oder 147 Nächte auf der Hamburg - das Buchungs- und Beratungsteam hilft Euch unter 040/25 32 87 88 oder über morr.de/reiseanfrage.
Bis nächste Woche - spätestens,
Euer Matthias
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