Auf zu neuen Buchungsrekorden
23. Januar 2023
Ahoi, Ihr Lieben!
Es läuft wieder für die Reedereien! Das neue Jahr ist grad mal gut drei Wochen alt - und die Anbieter überschlagen sich mit Erfolgsmeldungen. AIDA, MSC, Nicko Cruises frohlocken, die Buchungslage sei so gut, wie noch nie. Zunächst war allerdings kein Wort zu hören von TUI Cruises. Ich dachte mir, entweder gibt es dort keine Rekorde, was für die Reederei bedauerlich wäre, oder aber, es läuft noch die Abstimmung zwischen Hannover und Miami - zwischen den beiden Gesellschaftern - der TUI und der Royal Caribbean Group, was man denn sagen kann oder möchte. Man muss ja mit börsennotierten Unternehmen und solchen Nachrichten, die Einfluss auf Aktienkurse haben, immer aufpassen.
Aber kaum war dieser Morrletter am Freitag vormittag fertig, dann kam doch noch die Meldung von TUI Cruises auf dem Fuße… Auch da: Buchungrekord. Zumindest für die Mein-Schiff-Flotte, von der zweiten Marke, Hapag-Lloyd Cruises, war bisher nichts zu hören. Wenn man in diesen Tagen nichts von Buchungsrekorden erzählt, könnte das fast schon als schlechte Nachricht interpretiert werden. Aber eins ist klar: Das Nachholbedürfnis ist groß, was Kreuzfahrten angeht, nach fast drei entbehrungsreichen Jahren. Vorbei die absurden Zeiten mit Ausflügen in der Blase und Kreuzfahrten ohne Landgang.
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Spätestens in diesem Jahr dürften überall die verbliebenen Coronaregeln fallen. Kein Test mehr vor der Reise - also kein Zittern mehr, dass einen Tag vorher die Kreuzfahrt noch ins Wasser fallen könnte. Auf der anderen Seite - ansteckend krank kann man auch jetzt noch kurz vor der Reise werden - es ist nun wieder in der Eigenverantwortung, dann zu Hause zu bleiben.
Aber wie realistisch ist das? Bei einem Urlaub mit der Familie handelt es sich ja um mehreren Personen, die alle zur gleichen Zeit Urlaub haben müssen. Ist einer krank und irgendwo fest angestellt, dann bekommt er ja natürlich die Urlaubstage von seinem Arbeitgeber zurück, das nützt ihm aber wenig, da der Partner ja beispielsweise normalerweise dann seinen eingereichten Urlaub nicht mehr stornieren kannn.
Wünschenswert wäre es natürlich, wenn uns ansteckend kranke Menschen nicht auf einem Kreuzfahrtschiff begegnen - aber das ist natürlich ein völlig unrealistischer Wunsch. Weil sich ein Urlaub oft schlecht bis gar nicht verschieben lässt, sagen sich viele „Ach, wird schon irgendwie gehen“. Aber einen Wunsch hätte ich dann doch: Vielleicht könnten die krank Reisenden dann doch nochmal verinnerlichen, was wir in den letzten drei Jahren zum Thema Hygiene gelernt haben. Niesen in die Hände und dann ab ans Buffet - das war schon immer Mist!
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In den vergangenen Tagen ist wieder viel zu lesen gewesen über CO2 und den Einfluss auf das Klima. In dem Zusammenhang habe ich dann auch mal über einige Zahlen nachgedacht, die ich gelesen habe. Jeder Deutsche ist demnach dafür verantwortlich, dass im Schnitt zehn Tonnen CO2 im Jahr in die Atmosphäre gelangen. Das ist ja nun eine relativ abstrakte Zahl.
Nun bin ich ja grad in Thailand - und ich habe mal den CO2-Ausstoß auf dem Langstrecken-Hinflug (Frankfurt - Singapur) berechnen lassen - allein dieser eine Flug produziert pro Passagier 2,24 Tonnen CO2. Nun hatte ich mir allerdings ein Upgrade auf die Businessclass gegönnt - dadurch, dass man mehr Platz im Flieger in Anspruch nimmt, sind das dann sogar 3,14 Tonnen CO2 für diesen Flug.
Nun hat ein Klimaforscher in den vergangenen Tagen ein CO2-Budget für jeden Bürger vorgeschlagen - natürlich ein sehr kontroverses Thema - von drei Tonnen im Jahr - alles darüber hinaus müsste man dann von anderen Mitbürgern abkaufen, die weniger verbrauchen. Da kommen noch Zeiten auf uns zu… Von daher ist es nicht so überraschend, wenn die Reedereien mittelfristig die emissionsneutrale Kreuzfahrt anstreben.
Bis in zwei Wochen - spätestens,
Matthias
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