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Morrletter #141

Das sind meine nächsten Schiffe

5. März 2023

Ahoi, Ihr Lieben!

Die Frage, die mir am Häufigsten gestellt wird: „Auf welches Schiff gehst Du als Nächstes?“ Ihr sollt es natürlich als Erstes erfahren. In drei Wochen bin ich in Düsseldorf bei der Taufe des neuen Flussschiffs Viva Two - dem zweiten Neubau von Viva Cruises. Die Taufreise führt nach Nimwegen in den Niederlanden und wieder zurück. Und im April geht es dann auf das erste riesige Hochseeschiff für mich in diesem Jahr - und zwar auf die MSC World Europa.

Die Reise startet - typisch MSC - im Hafen von Genua. Die Anreise nach Genua (oder aber auch nach Savona) von Hamburg aus ist traditionell immer etwas mühsam - und das erst recht an einem Sonntag. In der Vergangenheit gab es immerhin meistens einen Direktflug von Hamburg nach Mailand-Malpensa morgens - das ist allerdings auch nochmal 200 Kilometer etwa von Genua entfernt. Ab und an bin ich auch schon nach Genua geflogen - mit Umstieg in München.

Ich bekam also für diese Reise einen Vorschlag mit Flügen: Abflug 6.15 Uhr - das versuche ich ja immer zu vermeiden, weil ich dann den ganzen Tag derartig gerädert bin, was nun nicht optimal ist, wenn man ja eigentlich arbeiten will. Aber manchmal lässt es sich auch nicht vermeiden. Das Ganze war nun auch noch eine Verbindung mit Umstieg - aber nicht mal mit Endziel Genua, sondern nur nach Mailand-Linate - weil das Angebot an Flügen eben auch nichts nennenswert anderes hergab.

Ich überlegte, wie ich denn sonst noch nach Genua kommen könnte - und ich kam auf den Nachtzug von München nach Genua. Das Ganze wollte ich immer schon mal ausprobieren, seit ich 1979 mal das Bilderbuch „Jan und Julia verreisen“ vorgelesen bekommen habe. Mich faszinierte als Kind besonders die Stelle im Buch, dass das Schlafabteil über einen Knopf verfügte, mit dem man den Schaffner rufen konnte, um eine Flasche Limonade zu bestellen.

Ich ergatterte gerade so noch das letzte „Single Deluxe“-Abteil im Nightjet der österreichischen Bahn - immerhin mit eigener Dusche. Los geht’s in München gegen 20 Uhr - Ankunft in Genua dann etwa 14 Stunden später. Natürlich muss ich auch von Hamburg erstmal nach München kommen, aber so besuche ich zwei Tage vorher noch einen Freund. Hätte ich keinen Sparpreis für den Abschnitt von Hamburg nach München ergattert, hätte der komplette One-way-Trip absurde 500 Euro gekostet - mit Sparpreis sind es immerhin „nur“ 300 Euro. Zumindest vom Preis her, ist das natürlich überhaupt gar kein Anreiz die Schiene zu nutzen. Aber wenn man mal den Knopf ausprobieren will, um den Schaffner zu rufen, um Limonade zu bestellen, dann bleibt einem ja nichts anderes übrig - wobei mir heute auch ein Mineralwasser reichen würde…

Bis in zwei Wochen - spätestens,
Matthias

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