Die Tücken des alleine Reisens
8. September 2019
Ahoi, Ihr Lieben!
Ihr bekommt es ja mit: Wenn ich unterwegs bin auf den Schiffen gibt es drei Varianten. Entweder ich habe einen Freund dabei, ich bin im Rahmen einer Presse-Gruppenreise unterwegs oder ich reise alleine. Ich finde es im Prinzip völlig okay allein zu reisen - denn ich sage immer: Wer nimmt schon sonst an seinen Arbeitsplatz einen Unbeteiligten mit?
Was nun das alleine Reisen angeht - das ist für mich mal so, dass es völlig okay ist - manchmal nervt es mich allerdings auch. Kürzlich auf Flusskreuzfahrt mit der nickoVISION fand ich es eine Woche lang völlig okay. Im Hauptrestaurant war es so, dass man zwangsläufig mit anderen Gästen am Tisch saß - weil es dort (soweit ich mich richtig erinnere) gar keine Zweiertische beispielsweise gab. Und dort habe ich mich dann auch immer sehr gut unterhalten.
Etwas anders war das nun in der vergangenen Woche auf der Crystal Serenity. Mir war es nur noch gelungen die Spezialitätenrestaurants an Bord für die ersten drei Tage zu buchen - und in Spezialitätenrestaurants auf Schiffen ist es zwangsläufig so: Man sitzt allein. Ehrlicherweise fühle ich mich dann immer etwas deplatziert, weil ich gar nicht weiß, was ich dann machen soll. Ich finde es jetzt auch unangemessen, mich die ganze Zeit mit meinem Smartphone zu beschäftigen - was ja irgendwie für die Atmosphäre in dem Restaurant nicht so schön ist, wenn da Leute sitzen, die die ganze Zeit aufs Handy starren. So gucke ich einfach nur in der Gegend herum - und bin dann froh, wenn die Gänge schnell hintereinander serviert werden.
Die ersten drei Abende waren auf dieser Reise also eher langweilig - mit einer Ausnahme - als ich Uschi und Janina aus München kennenlernte, die an einem Tisch neben mir saßen. Wir hatten auch schon im Transfer vom Flughafen im gleichen Kleinbus gesessen und hatten uns zumindest schon mal gesehen - aber wir Deutschen sind ja jetzt nicht unbedingt so, dass wir bei der ersten Begegnung mit Landsleuten sofort vor Freude in die Luft springen.
Am vierten Abend ging ich das ins Hauptrestaurant - ich wurde gar nicht gefragt, wie ich sitzen möchte - und so landete ich wieder an einem Zweiertisch für mich allein. Am nächsten Abend machte ich es besser: Ich sagte gleich am Eingang des Restaurants, ich wolle an einem „Sharing table“ sitzen - also mit anderen zusammen. Der Maître zuckte nur mit den Schultern - er habe grad keinen, aber er könne ja einen neuen aufmachen. Dort saß ich dann eine halbe Stunde allein - bis sich dann ein US-Paar zu mir gesellte - das auch ausdrücklich nach einem Tisch mit Gesellschaft gefragt hatte - und wir unterhielten uns wirklich ganz wunderbar.
Was ich damit sagen will: Für die meisten Reedereien sind Alleinreisende offenbar eher die Ausnahme, auf die man sich nicht sonderlich einstellen muss. Besonders in den Spezialitätenrestaurants ist es doch eigentlich keine Lösung Menschen allein am Tisch sitzen zu lassen - es sei denn sie wollen es so… Und im Buffetrestaurants wiederum ist es schwierig allein seinen Tisch zu verteidigen vor den fleißigen Abräumern.
Bei der nächsten Kreuzfahrt wird alles besser: Heute Nachmittag geht es in Kiel an Bord von AIDAbella - und dieses Mal ist auch ein Freund dabei.
Am nächsten Wochenende sind ja die Hamburg Cruise Days - wenn Ihr bei der Auslaufparade aus der Ferne dabei sein wollt, dann schaltet doch am Samstag um 20.15 Uhr das NDR Fernsehen ein - in der Sendung „Echt was los“ bin ich dann auch dabei um die Parade zu kommentieren. Für alle die vor Ort sind: Eventuell wird es am Sonntag noch eine Möglichkeit geben mich zu treffen - wenn das klappt, erfahrt Ihr es spontan im nächsten Morrletter.
Bis nächsten Sonntag - spätestens,
Matthias
Treibholz - Meine Fundstücke der Woche
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Die World Explorer ist aktuell auf ihren ersten Reisen mit deutschen Gäste für nicko Cruises unterwegs. Am Samstag kann ich mir das Schiff mal anschauen. Schaut man auf Bewertungsportale, dann war der Start für die World Explorer etwas holprig. Aktuell ist unter anderem Kollege Franz Neumeier an Bord - und sein Zwischenfazit klingt dann doch beruhigend für alle, die eine Reise auf dem Schiff gebucht haben oder planen.
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