Schaffe ich es aus der Kreuzfahrt-Komfortzone?
17. November 2019
Ahoi, Ihr Lieben!
Ich habe nicht genau gezählt - aber in den vergangenen fünf Jahren dürfte ich zusammen genommen etwa ein Jahr auf Kreuzfahrt gewesen sein. Ich war in Thailand, in Dubai, in der Karibik, in Kanada, in Norwegen - und das ist nur ein kleiner Bruchteil - aber das wisst Ihr ja - Ihr wart ja quasi immer dabei. Was in der Zeit so ein bisschen verloren gegangen ist: Das Bedürfnis, daneben noch privat zu verreisen.
Nun war ich in den vergangenen Jahren immer auch mal privat auf Kreuzfahrt - motiviert dazu aber eher von Freunden, die unbedingt eine Kreuzfahrt machen wollten. Dieses Jahr habe ich privat nur einige Mini-Trips gemacht - mal an die Nordsee, mal an die Ostsee, mal nach Süddeutschland.
Jetzt bin ich kein großer Winterfreund - aber wer ist das schon? So dass ich mir überlegt hatte: Wäre es nicht schön, zumindest mal den Januar irgendwo zu verbringen, wo es warm ist. Frühzeitig habe ich mir also schon einen Termin im Kalender geblockt - vier Wochen, das wäre doch mal etwas. Gar nicht unbedingt reiner Urlaub - sondern eher „Workation“ - eine künstliche Wortschöpfung, die Mischung aus Work und Vacation - also Arbeit und Urlaub.
Ich muss ja schließlich zumindest einmal in der Woche den Morrletter schreiben - oder vielleicht ist eine andere Umgebung mal genau das Richtige, um an meinem Buchprojekt zu arbeiten, das ich vor einigen Monaten schon mal begonnen habe.
Wohin aber nun reisen? Es sollte einigermaßen warm im Januar, aber nicht übermäßig weit weg sein. Nach einigem Überlegen kam ich dann auf Tel Aviv. Bisher habe ich allerdings nur auf Airbnb nach Unterkünften geschaut. Erste Erkenntnis: So wirklich günstig ist das dort schon mal nicht - wenn ich 80 Euro am Tag für eine vermutlich mittelmäßige Unterkunft zahle und dann noch nicht mal etwas gegessen habe…
Im Moment liebäugele ich fast eher - kein Witz - mit einer längeren Kreuzfahrt im Januar. Es ist halt doch seine Vorteile. Entweder tatsächlich wirklich privat - als Urlaub, wo ich hinterher höchstens ein Fazit-Video mache, wie es denn war - ganz regulär gebucht, wie jeder normale Gast auch. Oder vielleicht doch eine berufliche Reise - wenigstens wäre es dann warm…
Ich bin quasi gefangen in der Kreuzfahrt-Komfortzone - ich bin gespannt, wie ich mich letztlich entscheide. Zwischenzeitlich kam noch die Anfrage, ob ich Anfang Januar in einer Talkshow auftreten könnte im Fernsehen - genau in dem geblockten Zeitraum. Ich sag’s mal so: Es sieht nicht gut aus für Tel Aviv ;-)
Bis nächsten Sonntag - spätestens,
Matthias
Treibholz - Meine Fundstücke der Woche
Der Kreuzfahrtboom hat seine Schattenseite, das kann man nicht von der Hand weisen. Statt Haudrauf-Berichterstattung gibt es aber auch durchaus ausgewogene Beiträge - wie diese 18 Minuten, die kürzlich auf n-tv zu sehen waren.
Neue Schiffe kommen verspätet (aktuell die Costa Smeralda, die zur Zeit auf Probefahrt sein sollte), aber auch „Ocean Cay“ eröffnet später, die neue Privatinsel auf den Bahamas von MSC. Eigentlich für vergangene Wochen geplant, soll es nun am 5. Dezember soweit sein. 2019 - keine Sorge ;-)
Der Carnival-Konzern ist der größte Kreuzfahrtkonzern der Welt - mit seinen Marken, wie AIDA, Costa oder Princess Cruises beispielsweise. Was ich immer wieder erstaunlich finde, wie häufig man mögliche Synergien auf Konzernebene eben nicht nutzt. Nachdem AIDA Cruises kürzlich von Pepsi Cola auf Coca Cola gewechselt ist, geht nun Carnival Cruise Line (also die US-Marke, nicht der ganze Konzern) den umgekehrten Weg. Coca-Cola fliegt raus und stattdessen gibt’s ab 2020 Pepsi an Bord.
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