Sind „Kreuzfahrten in der Blase“ die Zukunft?
6. September 2020
Ahoi, Ihr Lieben!
MSC ist nun schon mit den ersten Kreuzfahrten mit Hafenanläufen gestartet, und in der nächsten Woche folgt mit TUI Cruises dann auch ein großer deutscher Anbieter. Für den Neustart der Kreuzfahrt ist das sicherlich ein Meilenstein.
Schauen wir uns mal an, wie TUI Cruises nächste Woche die Reisen mit der Mein Schiff 6 wieder aufnehmen möchte in Griechenland. Noch an Land in Deutschland wird jeder Gast auf Covid-19 getestet - wer positiv ist, der muss zu Hause bleiben. Klar, es kann sein, dass sich jemand kurz vor dem Test erst angesteckt hat, so dass das Virus noch nicht nachweisbar ist. Aber es ist eine zusätzliche Maßnahme, die für mehr Sicherheit sorgt - auch wenn am Ende nicht komplett ausgeschlossen werden kann, dass doch ein Infizierter an Bord geht
Im nächsten Schritt fliegen die Gäste ausschließlich mit TUI-Maschinen und nur gemeinsam mit anderen Schiffsreisenden nach Kreta - ein Ansteckungsrisiko dürfte hier kaum noch vorhanden sein. Nun sind während der Kreuzfahrten auch Landgänge möglich - aber eben nur mit Reedereiausflügen. Guides und Busfahrer sollen hier wiederum auch getestet sein - auch hier wieder: Ein Infektionsrisiko wäre vermutlich gering. Und dann gestaltet man die Ausflüge so, dass man Einheimischen oder anderen Touristen nicht zu Nahe kommt - an der Akropolis ist genug Platz. Man reist quasi in einer geschützten Blase - wie das Infektionsgeschehen in dem jeweiligen Land ist, wäre zumindest theoretisch gar nicht mehr relevant. Im Prinzip wären so so selbst Reisen möglich, wenn das entsprechende Land als “Risikogebiet” eingestuft wurde.
Natürlich ist das Ganze schon eine gewaltige Einschränkung, wenn man überlegt, wie es doch bis März noch möglich war, selbständig an Land zu gehen. Und eigentlich gehört es auch zu einer Kreuzfahrt, nicht nur das Land kennenzulernen, sondern auch die Leute. Es macht die Urlaubsform Kreuzfahrt jetzt nicht wirklich attraktiver. Auf der anderen Seiten ermöglicht es Reisen, die für die jetzige Zeit vergleichsweise sicher sind.
Mir ist klar, dass dieses ganze Prozedere bei den Griechenland-Kreuzfahrten einige eher nervt - allein schon, wenn sie sich das Ganze nur vorstellen. Da kommen dann so Sprüche, wie „Unter diesen Bedingungen bleibe ich zu Hause, Kreuzfahrten mache ich erst wieder, wenn es einen Impfstoff gibt.“ Was denjenigen aber offenbar nicht so klar ist: Warten auf einen Impfstoff ist leider noch kein Geschäftsmodell.
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Videos, in denen ich Euch auf Kreuzfahrten mitnehme, so dass Ihr die Reise miterleben könnt, nannte ich bisher einfach nur „Vlog“ - was natürlich eine recht unspezifische Bezeichnung ist. Künftig bekommt dieses Format bei mir einen etwas präziseren Titel und zwar „Morr an Bord“. Heute gibt’s auch schon ein Video aus dieser Reihe - da könnt Ihr mit dabei sein, wie ich die Expeditionskreuzfahrt auf der Nordsee mit MS Quest erlebt habe. Viel Spaß!
Bis nächsten Sonntag - spätestens,
Matthias
Treibholz - Meine Fundstücke der Woche
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