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Morrletter #152

Turbulente Reise zum Luxus-Kreuzfahrtschiff Explora 1

6. August 2023

Ahoi, Ihr Lieben!

Auf Reisen gehen - das kann auch durchaus mit größeren Widrigkeiten verbunden sein. Am vergangenen Wochenende bin ich ja nach Portsmouth an der britischen Südküste gereist zur Explora 1 - und das hätte beinahe gar nicht geklappt. Aber ganz von vorn…

Ich war mit der S-Bahn auf dem Weg zum Hamburger Flughafen, als ich plötzlich die SMS von Eurowings bekam, dass der Flug nach London-Heathrow gestrichen wurde. Es war kurz vor 12 Uhr mittags - und laut Eurowings sollte man eigentlich eine neue Flugverbindung oder zumindest eine Möglichkeit zum Umbuchen bekommen. Es kam aber nichts - und auch in der App war es nicht möglich.

Ich kontaktierte also meinen Ansprechpartner bei Explora Journeys, der versprach, einen neuen Flug zu buchen. Bis ich die neue Flugverbindung in den Händen hielt, vergingen allerdings fast zwei Stunden - wie ich später erfuhr, war ich nicht der Einzige, der nach Portsmouth reisen wollte, bei dem es Probleme gab - es waren mehr als 40 Gäste - und so hatte das Reisebüro in Italien offenbar einiges zu tun.

Die neue Verbindung sollte mit KLM über Amsterdam gehen - aber nach weiteren zwei Stunden Wartezeit stellte sich heraus, dass das mit dieser Flugverbindung auch nichts wird - durch Verspätungen würde ich offenbar in Amsterdam den Flieger nach Heathrow nicht bekommen.

Ich schaute zum x-ten Mal an diesem Tag in die Lufthansa-App - und es tat sich noch eine Verbindung nach Heathrow über München auf. Dieses Mal buchte ich das Ticket vorsichtshalber selbst, denn es war nur noch eine gute Stunde bis zum Abflug. Check-In in der App war dann allerdings nicht möglich - ich bekam auch am Schalter nur eine Stand-by-Bordkarte - der Flieger war überbucht - und es war unklar, ob ich überhaupt einen Sitzplatz bekommen würde.

Mittlerweile hatte der Flug nach München auch schon Verspätung - und während ich am Gate wartete, drohte die App schon, ich würde auch in München den Anschlussflug nach Heathrow nicht bekommen. Die Mitarbeiterin am Gate beruhigte mich: „Der Flieger nach Heathrow wird auch Verspätung haben“. Ich war unschlüssig, ob ich nun der App vertrauen sollte oder eben der Mitarbeiterin. Die Lufthansa-App ist meiner Erfahrung nach nämlich gar nicht so schlecht.

Inzwischen war Platz 8A für mich frei geworden - und ich entschied mich den Flug anzutreten - auch wenn klar war, dass ich den Flug in München nur bekommen würde, wenn er auch wirklich verspätet ist - davon war in der App aber noch keine Rede.

In München angekommen beeilte ich mich, das Umsteigegate zu erreichen - mittlerweile war immerhin eine Verspätung für den Flieger nach Heathrow bestätigt - in der App war allerdings immer noch die Rede, dass ich den Flug nach Heathrow nicht bekommen würde - aber am Ende klappte es. Im Flieger begrüßte mich die gleiche Crew, die mich auch schon nach München geflogen hatte - hätte ich vorher gewusst, dass auch die Crew mit mir den Flieger wechselt, wäre ich wesentlich entspannter gewesen.

Zum Glück hatte es dann auch mein Koffer nach Heathrow geschafft - wer allerdings nicht am Ausgang stand, war der von der Reederei angekündigte Fahrer. Ich schrieb erneut meinem Ansprechpartner, der sich versprach zu kümmern. Wie sich später herausstellte, hatte der Fahrer gedacht, ich würde mit dem KLM-Flieger ankommen - an einem anderen Terminal - nach einer Stunde Wartezeit tauchte er dann doch auf und fuhr mich nach Portsmouth. Mittlerweile war es 2:15 Uhr deutscher Zeit, als ich die Explora 1 betrat. Von Tür zu Tür war ich mal eben fast 15 Stunden unterwegs gewesen…

*

Die Explora 1 ist das erste Luxuskreuzfahrtschiff der MSC-Group - einiges war schon sehr vielversprechend - besonders angetan war ich vom Essen. Allerdings war ich nur drei Nächte an Bord - und das auf einer Reise ohne reguläre Gäste. Da ist es natürlich schwierig, schon etwas über das Produkt zu sagen, aber ich werde in den nächsten Wochen mal verfolgen, was mir der ein oder andere von euch von seinen Erfahrungen berichtet. Erlebt habe ich auch das Beste W-LAN auf einem Schiff überhaupt, so dass ich erstmals probiert habe, den langen Morr-Rundgang als Livestream zu machen - es hat geklappt, ohne, dass die Verbindung mal länger abgebrochen ist. Technik, die begeistert. Auf dem nächsten Schiff werde ich den aber wohl wieder aufzeichnen.

Bis in zwei Wochen - spätestens,
Matthias

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