Warum Internet an Bord weiter Geld kostet
3. November 2024
Ahoi, Ihr Lieben!
Wie war das eigentlich, wenn man vor 15 Jahren in einem Hotel war? Kostenloses Internet war damals meiner Erinnerung nach eher die Ausnahme. Erst als mehr und mehr von uns ein Smartphone mit entsprechendem Datentarif hatten, stellten fast alle Hotels um auf kostenloses Internet. Aber warum gibt es das eigentlich auf den meisten Kreuzfahrtschiffen nicht?
Die Antwort ist ganz einfach: Es ist eine lieb gewonnene Einnahmequelle für die Reedereien. Und auf dem Meer hat die Reederei das Monopol für die Internetnutzung - wer surfen will, der muss an die Reederei bezahlen. Die Mein-Schiff-Flotte verfügt über etwa 20.000 Betten (bei Doppelbelegung der Kabinen) - gehen wir mal davon aus, dass jeder Gast im Durchschnitt zwei Euro pro Tag für Internet ausgibt (meine eher vorsichtige Schätzung). Da käme man im Jahr schon auf Einnahmen in Höhe von 22 Millionen Euro - es ist sehr gut vorstellbar, dass die Hälfte der Gewinn für die Reederei ist - das wären also elf Millionen Euro. Haben oder nicht haben?
Bei AIDA dürfte das ähnlich sein - mehr Betten - also mutmaßlich noch mehr Gewinn durch den Verkauf von internetpaketen. Erst kürzlich wurde ein „Coordinator Internet Packages“ gesucht für die Zentrale in Rostock - ein untrügliches Zeichen, dass man die Einnahmequelle Internet noch lange sprudeln lassen möchte.
Was könnte am ehesten dafür sorgen, dass Internet inkludiert wird? Ganz klar - der Wettbewerb. Aber offenbar scheint das Geschäft für AIDA und für Mein Schiff so gut zu laufen, dass keiner von beiden ein Interesse hat, vorzupreschen und das Internet zu inkludieren. Mein Schiff hat vor mittlerweile 14 Jahren die Getränke inkludiert - das reicht vermutlich nach wie vor als Wettbewerbsvorteil.

Eine echte Bedrohung für das Internetgeschäft auf Kreuzfahrt gibt es aber. So gut für die Reedereien das schnelle Internet über die Starlink-Satelliten von Elon Musk ist: Die neueste Satellitengeneration ermöglicht perspektivisch Verbindungen vom Satelliten direkt zum Smartphone - ganz ohne große Antenne. Dann wäre man nur noch in Innenräumen auf das Reedereinetz angewiesen. Spätestens dann dürften die Preise weiter sinken.
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Ich war mal wieder zu Gast in einem Podcast - und zwar in „The Peckham Talks“ - anders, als man denken könnte, auf Deutsch. Entweder mit Bild das Ganze auf YouTube - oder oder aber hier zum Hören. Und man glaub es kaum, ich erzähle einiges, was ich so bisher noch nicht irgendwo erzählt habe…
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Soweit für heute - ich bin heute morgen mit der Queen Victoria auf unserer Followerreise wieder in Southampton angekommen - nachher geht es zu Abba Voyage - aber das ist eine Geschichte fürs nächste Mal…
Bis dahin,
Matthias
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