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Morrletter #163

Warum sich die Icon of the Seas für mich nicht lohnt

7. Januar 2024

Ahoi, Ihr Lieben!

Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute für 2024! Möge unsere Welt wieder ein wenig mehr ins Gleichgewicht kommen - in vielerlei Hinsicht. Es geht ja bei mir in erster Linie um die angenehmen Themen des Lebens - die Dinge, die man sich mal gönnt - und, gar keine Frage, für diese Themen gab es schon bessere Zeiten.

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Mit der Mein Schiff 7 kommt in diesem Jahr endlich wieder ein Neubau auf den Markt mit besonders hoher Relevanz für den deutschen Markt - wobei es sich ja nicht um eine neue Schiffsklasse handelt. Die Mein Schiff 7 wird bauähnlich zu ihren Schwestern 1 und 2 - aber immerhin ein neues Schiff!

Aber ganz klar: Das spektakulärste Schiff des Jahres ist natürlich die Icon of the Seas von Royal Caribbean - die künftig das größte Schiff der Welt sein wird - das erste Schiff einer neuen Klasse. Meines Wissens werden drei Medienleute aus Deutschland die Gelegenheit haben, sich das Schiff drei Tage lang anzuschauen - eigentlich viel zu kurz - aber ich gehöre sowieso nicht zu den Auserwählten. Nun könnte ich natürlich sagen, ich buche das in Eigenregie. Ich habe mal geschaut - würde ich eine Innenkabine buchen vom 16. bis 25. Februar in Einzelbelegung ab Miami, dann würde mich das inklusive Flug 4246 Euro kosten.

Es mag Zeiten gegeben, da hätte ich für interessanten Content vieles auf mich genommen. Ehrlich gesagt ist dieser Idealismus im Lauf der Zeit etwas verschwunden - weil ich mir natürlich mittlerweile dessen bewusst bin, dass eine Reederei sehr stark davon profitiert, wenn ich an Bord gehe und berichte. Man kann zumindest ausrechnen, was eine Reederei für Werbung ausgeben müsste, um so viele Leute zu erreichen, wie ich es tue, wenn ich während einer Reise von einem besonders spannenden Schiff berichte. Das dürfte locker ein sechsstelliger Betrag sein. Erfreulich für die Reederei - aber ich würde am Ende von meinen Einnahmen her vermutlich noch nicht mal auf die Reisekosten kommen. Einblicke aus der harten Business-Realität - da sind diejenigen im Vorteil, die hobbymäßig unterwegs sind und eben nicht schauen müssen, ob sich etwas auch rechnet.

Unverhofft kommt oft! Als ich die vergangene Ausgabe des Morrletters schrieb, dachte ich noch, ich würde den Januar im kalten und grauen Hamburg verbringen. Aber als ich von immer mehr Leuten hörte, dass sie in diesen Wochen in Kapstadt sind, buchte ich kurzerhand einen Flug für die Silvesternacht und schreibe diese Zeiten nun mit Blick auf Palmen.

Den ersten Livestream von einem wunderschönen Sonnenuntergang habe ich schon gesendet - auch wenn ich feststellen musste, dass der schnelle 5G-Mobilfunk zwar theoretisch in Kapstadt vorhanden ist, die Abdeckung aber doch anders ist, als man es beispielsweise aus Deutschland kennt. Also seht es mir nach, wenn nicht alles ohne Pannen klappt. Zahlreiche Schiffe sind übrigens in den nächsten Wochen hier - unter anderem AIDAsol auf ihrer Weltreise. Schauen wir mal, welche Schiffe ich für Euch besuchen kann.

Bis in zwei Wochen - spätestens,
Matthias

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