Was den Erfolg von "Verrückt nach Meer" ausmacht
25. August 2019
Ahoi, Ihr Lieben!
Es soll ja einige von Euch geben, die noch klassisches Fernsehen schauen. Klar, auch bei mir im Wohnzimmer steht ein Fernseher - aber in dieser Woche war der bis heute noch nicht ein Mal an. Ein erfolgreiches Fernsehprogramm zu machen ist definitiv eine Wissenschaft für sich. Und am Ende probiert ein Fernsehmanager viel aus - funktioniert die neue Sendung so, wie man sich das vorgestellt hat oder etwa nicht? Wenn nein, setzt man auf Bewährtes. Und das ist im Fall des Ersten mehr denn je das Thema Kreuzfahrt.
„Verrückt nach Meer“ kann man getrost als Dauerbrenner bezeichnen - selbst der nur mäßig erfolgreiche Ableger „Verrückt nach Fluss“ kommt mit 25 neuen Folgen zurück. Und die TV-Macher arbeiten da mit allen Tricks. So erzählte mir der Hamburger Bernd Wallisch, der als Reiseleiter seit Jahren bei „Verrückt nach Meer“ dabei ist, dass er sogar in der neuen Staffel von „Verrückt nach Fluss“ auftritt - auch wenn er beruflich mit Flusskreuzfahrten bisher gar nichts zu tun hatte. Aber fürs Fernsehen wird eben alles möglich gemacht - bewährte Protagonisten sollen eine hohe Einschaltquote garantieren.
Auch auf den Phoenix Hochseeschiffen wird künftig weiter produziert - auf der Amera und der Albatros. Nun hatten die ARD-Manager aber offenbar Probleme für den Sendeplatz am Nachmittag auch andere erfolgreiche Formate zu finden. Und am Ende entschied man: Mehr Meer muss her!
50 Folgen mehr von „Verrückt nach Meer“ als bisher soll es geben - und weil dafür dem produzierenden Bayerischen Rundfunk vermutlich das Geld fehlte, muss die 50 weiteren Folgen nun der Südwestrundfunk bestellen und bezahlen. Und da kommt erstmals mit Plantours & Partner ein weiterer Reiseveranstalter ins Rennen. 50 Folgen werden nun auf MS Hamburg produziert - von einer anderen Firma als die Phoenix-Folgen.
Dort ist dann natürlich weder Bernd Wallisch an Bord, noch Kapitän Morten Hansen oder Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiß - sondern es wird eben das Team von MS Hamburg sein. Und das ist am Ende vermutlich die größte Herausforderung - sympathische Menschen zu finden, die ähnlich populär werden, wie die Phoenix-Crew. Denn am Ende ist das mit dem Fernsehen so ähnlich wie bei YouTube - die Zuschauer schalten ein aus Sympathie bestimmten Menschen gegenüber und nicht wegen des Schiffs oder den Destinationen.
Bis nächsten Sonntag - spätestens,
Matthias
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