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Morrletter #144

Was Helmut Schmidt und AIDA-Pionier Michael Thamm gemeinsam haben

16. April 2023

Ahoi, Ihr Lieben!

Manche Meldungen überraschen auch mich: AIDA-Veteran Michael Thamm - von Anfang an dabei - viele Jahre Chef in Rostock und zuletzt verantwortlich unter anderem für AIDA und Costa (die sogenannte Costa-Group im Carnival-Konzern) hat das Unternehmen verlassen. Einige Wochen vor seinem 60. Geburtstag - ein Grund wurde nicht mitgeteilt - der Posten wird nicht neu besetzt. Die Chefs von Costa in Genua und AIDA in Rostock berichten nun direkt an die Konzernspitze nach Miami.

Ich habe Michael Thamm im Laufe der Jahre nicht all zu oft gesehen. Das erste Mal war am 7. Mai 2004 - ich saß im Flieger von Mallorca nach Hamburg nach einer Transatlantikreise mit AIDAvita von La Romana nach Palma de Mallorca. Und aus irgendwelchen Gründen saß auch Michael Thamm mit im Flieger. Das war allerdings gar nicht so spannend - viel interessanter fand ich, dass auch Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt mit seiner Frau Loki im Flieger saß. In Hamburg angekommen, hatte der Flieger nur einen Platz auf dem Vorfeld. Der damals 75-jährige Schmidt und seine Frau stiegen ganz selbstverständlich mit uns in den Bus, der zum Terminal fuhr. Da ich damals ganz gute Kontakte zur BILD hatte, wurde Helmut Schmidt prompt zum „Gewinner des Tages“ gekürt - die Redaktion fand das unprätentiöse Verhalten des Ex-Kanzlers zumindest diese kleine Meldung wert.

Als ich Ende 2020 auf Fuerteventura im Robinson-Club war, saß ich mal mit einem Handwerker beim Essen zusammen, der mal in einem Domizil von Thamm tätig war - und er erzählte unter anderem vom Maulwurfschutz im Rasen des Gartens. Was es alles gibt… Das letzte Mal habe ich Michael Thamm am 9. April 2022 gesehen - am Tag der Taufe von AIDAcosma - da haben wir auch kurz gesprochen - aber als großen Smalltalker habe ich ihn jetzt nicht kennengelernt.

Es hat ein bisschen gedauert, aber nun ist auch der Galileo-Beitrag „Deconstructed AIDA“ online zu sehen - bei dem ich auch einige Sätze beisteuern durfte - zu sehen ist der 16-Minuten-Film hier.

Mein Wortanteil dürfte etwas höher in der TV-Reportage mit mir, die als nächstes entsteht. Dafür wird gedreht ab dem 30. April auf der guten alten MS Hamburg - eigentlich müsste es ja „auf dem guten alten MS Hamburg“ heißen, wo ja MS für Motorschiff steht - aber irgendwie klingt das merkwürdig. Details zu der Sendung dann, wenn die Aufnahmen im Kasten sind. Die Hamburg wurde ja in den ersten Monaten von Corona etwas umfangreicher umgebaut - und das fertige Ergebnis habe ich auch noch nicht gesehen.

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Über Corona will ich gar nichts mehr schreiben eigentlich - aber diese Zeilen schreibe ich im ICE nach München. Um gut arbeiten zu können, sitze ich an einem Vierertisch - eine fremde Familie mit am Tisch. Mein Nebenmann hat schon sein AIDA-Band auf den Tisch gelegt, so dass ich sehen kann, dass die drei offenbar direkt von AIDAmar kommen („Winter im hohen Norden“). Was bei mir etwas Unbehagen verursacht: Dass zwei doch immer wieder am Husten sind - und dabei auch noch in die Hände husten - wenn es doch auch in die Armbeuge ginge. Ich habe jetzt eigentlich keine Angst vor ganz speziellen Viren - aber das Bewusstsein für kranke Menschen in der Umgebung ist in den letzten Jahren definitiv geschärft worden. Ich hatte vermutet, dass vielleicht auch in unseren Breiten kranke Menschen nach der Pandemie öfter eine Maske tragen aus Rücksicht gegenüber den Mitmenschen - aber das scheint wenn überhaupt nur eine kleine Minderheit in Erwägung zu ziehen.

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Wenn alles nach Plan läuft, sollte ich heute Vormittag in Genua eintreffen - wie angekündigt, mit dem Nachtzug - auf die MSC World Europa geht es ja. Praktisch: Vom Bahnhof in Genua kann man direkt zu Fuß zum Schiff laufen. Wie ich im Schlafwagen genächtigt habe, das erfahrt Ihr natürlich auch in Form eines Videos demnächst.

Bis in zwei Wochen - spätestens,
Matthias

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