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Morrletter #26

Was Kreuzfahrtschiffe und Freizeitparks verbindet

22. September 2019

Ahoi, Ihr Lieben!

Der ein oder andere von Euch hat es auf Instagram gesehen: Ich war in dieser Woche zwei Tage lang im Europa Park in Rust - einem der besten Freizeitparks der Welt. Und das ausnahmsweise mal ganz privat - also mehr oder weniger, jetzt schreibe ich ja doch beruflich darüber ;-)

Freizeitparks und Kreuzfahrtschiffe haben durchaus einiges gemeinsam - wie ein Kreuzfahrtschiff ist auch ein Freizeitpark eine geschlossene Anlage, in der es am Ende darum geht, Kunden möglichst zufrieden am Ende des Tages nach Hause gehen zu lassen. Es geht um Shows und Unterhaltung, um Essen und Trinken - klar, natürlich auch um Fahrgeschäfte. Die wiederum sind auf den meisten Schiffen bisher eher selten vertreten.

Das Gesamterlebnis Kreuzfahrt bilden der Aufenthalt auf dem Schiff und die Aufenthalte in den Häfen - beim Freizeitpark spielt sich mehr oder weniger alles dort ab. Und das hat auf jeden Fall Vorteile! Besonders im Mittelmeer-Raum ist es zunehmend zu spüren, was Airbnb und billige Flüge anrichten können: Es wird immer voller. Und das in Städten, die eigentlich dafür gebaut sind, dass hier in erster Linie Menschen leben und arbeiten.

Der Vorteil von künstlichen Welten, wie Freizeitparks, ist, dass diese Welten eben genau dafür gebaut sind, dass sie dem Gast ein schönes Erlebnis bieten - ohne aber, dass die Bewohner der Region nennenswert gestört werden. Klar, künstliche Welten bieten keine historischen Sehenswürdigkeiten - aber müssen wir unbedingt dort hin, wo es sowieso schon brechend voll ist?

Die US-Reedereien sind wie so oft schon ein Stück weiter: Besonders auf den Bahamas unterhalten sie zahlreiche Privatinseln - und auch das sind mehr oder weniger künstliche perfekte Welten. Hier werden am Ende die Anwohner nicht gestört und der Gast bekommt ein im besten Falle ideales Erlebnis. Ende des Jahres eröffnet MSC Ocean Cay auf den Bahamas - und ist damit der erste europäische Anbieter, der eine Privatinsel bietet.

Was ich mich frage: Könnten langfristig gesehen solche künstlichen Welten auch in Europa entstehen - oder wird der europäische Gast immer Wert darauf legen, historische Originalorte anzuschauen, egal wie voll es dort ist? Es bleibt spannend…

Bis nächsten Sonntag - spätestens,
Matthias


Treibholz - Meine Fundstücke der Woche 

Verflüssigtes Erdgas (LNG) ist aktuell die sauberste Lösung für große Kreuzfahrtschiffe - aber spannend ist es natürlich, wo künftig die Reise hingehen wird. Kurzfassung: Die Kreuzfahrt hat noch das Potential deutlich sauberer zu werden, wie ein Ingenieur auf dem Blog der Meyer Werft im Interview verrät.

Jörg Thadeusz gehört zu den besten Interviewern in Deutschland - und in seiner Sendung auf WDR 2 hat er die TUI-Cruises-Chefin interviewt, bei der ich mir leider nie merken kann, wie eigentlich ihr Name geschrieben wird. Wybcke Meier - geboren als Tochter des Inselbäckers auf Helgoland, heute Chefin der zweitwichtigsten Reederei auf dem deutschen Markt. Zum 28-Minuten-Podcast geht’s hier entlang.

Mit der Bahn auf eigene Faut von Civitavecchia nach Rom fahren - das ist extrem beliebt. Wenn man auf eine Kleinigkeit allerdings nicht achtet, kann der Trip schnell teuer werden, hat Lektor Horst Müller erfahren.

Und noch etwas für Audiofreunde: NDR 90,3 berichtet mit Markus Lobsien 20 Minuten lang über die Hamburg Cruise Days und die Kreuzfahrt-Fachmesse Seatrade in Hamburg - außerdem über aktuelle Umweltschutz-Bemühungen der Reedereien, wie von AIDA Cruises die AIDAperla mit Batterien auszurüsten.

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