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Morrletter #72

Wenn Reiseblogger Instagram-Follower kaufen

23. August 2020

Ahoi, Ihr Lieben!

In den nächsten Wochen ist es soweit: Ich sollte die 25.000 Follower bei Instagram knacken - vielen Dank an alle, die dabei sind! Das ist schon eine sehr erfreuliche Zahl - zumal das ja nur ein weiterer Kanal für mich ist - neben YouTube, Facebook, dem Morrletter - und vielleicht auch bald mal wieder neben dem Podcast.

Was mich an diesen 25.000 Followern freut: Sie sind echt und komplett organisch entstanden - also ohne irgendwelche gekauften Follower. Nun kann das ja jeder behaupten - aber ich will Euch zeigen, wie Ihr relativ einfach sehen könnt, ob die Follower bei einem Instagram-Konto echt sind.

Im Durchschnitt klicken etwa vier Prozent der Follower auf Instagram unter einem Posting auf „Gefällt mir“. Das bedeutet: Hat jemand auf Instagram 10.000 Follower, sollte er schon mindestens 400 Likes bei jedem Posting haben. Sind es schlechte Fotos - klar, dann sind es weniger. Ist eine besonders attraktive Person zu sehen - vielleicht noch mit nackter Haut - dann sind sehr viel mehr als vier Prozent drin.

Kleine Accounts haben eher eine höhere Interaktion - sehr große Accounts tendenziell eine eher geringere. Mit dieser Vier-Prozent-Regel seid Ihr nun in der Lage Instagram-Accounts einzuschätzen - was selbst Social-Media- und Presse-Verantwortlichen in Reedereien schwer fällt - wie ich immer wieder merken.

Mir liegt es eigentlich fern andere Menschen zu denunzieren - aber im Fall von Fake-Followern ärgere ich mich wirklich, wie weit verbreitet die sind. Im März war ich ja auf der Hanseatic Nature (da kommen auch noch Videos) von Hapag-Lloyd Cruises - da war eine Dame für die Pressegruppe ausgewählt worden, die laut Instagram über 50.000 Follower hat. Dementsprechend müsste es etwa 2000 Likes jeweils unter den Fotos geben - es sind aber meist nur 200-400. Ein ganz klarer Fall von einer hohen Zahl an Fake-Followern.

Woher kommen die? Die kann man auf Plattformen vergleichsweise günstig kaufen. Der Nachteil ist aber, sie interagieren nicht mit dem Profil - sprich: Sie klicken nicht auf „Gefällt mir“. Fairerweise muss man aber sagen: Jede beliebige Person könnte die Fake-Follower für einen anderen Account gekauft haben - es muss nicht der Accountinhaber selbst gewesen sein.

Ein anderer Kollege, der stets vorgibt, einen sehr erfolgreichen Reiseblog zu betreiben und der in der Vergangenheit auch häufig auf Schiffen bei Pressereisen zu Gast war, hat angeblich 20.000 Follower auf Instagram. Hier sind es meist 20 bis 40 Likes unter einem Foto - eigentlich müssten es 800 sein.

Kurzum: Mit 25.000 echten Followern auf Instagram stehe ich wirklich hervorragend da. Also schon mal vorab: (25-)Tausend Dank!

*

Es ist das Jahr der Flusskreuzfahrten - und daher sind die Videos in dieser Woche etwas flusslastig - aber demnächst geht’s ja auch wieder für mich auf Hochseeschiffe. In dieser Woche habe ich im dritten Anlauf nun die AIDA-Reise gebucht, die nach der Pause die erste sein soll. AIDAblu ab dem 6. September ab Kiel - Richtung Kopenhagen und eigentlich auch mit Aufenthalt in Oslo. Dabei hat Norwegen der Rostocker Reederei aber schon wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht - vor November sind Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 200 Personen an Bord im Land unerwünscht. Der Neustart von AIDA bleibt also eine Zitterpartie - aber ich drücke beide Daumen, dass es wie geplant losgehen kann.

Bis nächsten Sonntag - spätestens,

Matthias


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