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Morrletter #272

Wer bietet mehr für die bessere Kabine?

4. Oktober 2026

Ahoi, Ihr Lieben!

Wir sind tatsächlich schon im vierten Quartal angekommen - der Oktober hat begonnen, die letzten drei Monate des Jahres 2026 laufen. Wahnsinn, wie schnell dieses Jahr durchgerauscht ist. Wobei - vom Jahresende wollen wir noch nicht reden, bei mir steht noch einiges an, unter anderem bin ich noch auf der neuen MSC World Asia unterwegs. Bis dahin gibt es aber genug zu erzählen - zum Beispiel, dass man bei Mein Schiff jetzt um die bessere Kabine pokern kann.

Mein Schiff versteigert die bessere Kabine

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Man stelle sich vor: Man bietet online - wie bei einer Auktion - auf eine bessere Kabine und weiß bis zwei Tage vor der Reise nicht, ob es geklappt hat. Spannend bis zum Schluss. Genau das hat Mein Schiff jetzt eingeführt - das Upgrade per Online-Gebot. Ausgewählte Gäste bekommen eine E-Mail - das kann schon 125 Tage vor Reisebeginn sein, aber auch deutlich später - und können dann auf eine höhere Kabinen- oder Suitenkategorie bieten. Das Gebot lässt sich bis drei Tage vor Abfahrt ändern oder stornieren, die Kreditkarte wird hinterlegt, abgebucht wird aber erst beim Zuschlag. Spätestens zwei Tage vor Abfahrt kommt die Nachricht - und wer leer ausgeht, behält einfach seine Kabine, ohne Zusatzkosten.

Wichtig - und das sage ich, weil mich schon eine entsprechende Nachricht erreicht hat: Man bietet einen Aufpreis pro Kabine, nicht den Gesamtpreis. Wer dort den kompletten Reisepreis einträgt, den er sich für die bessere Kabine vorstellt, zahlt im Erfolgsfall genau diesen Betrag obendrauf. Und nach dem Zuschlag ist nichts mehr zu machen. Uff.

Der Haken: Garantiert ist nur die Kategorie. Welche Kabine, welches Deck, welche Lage - das entscheidet die Reederei nach dem, was übrig ist. Im ungünstigsten Fall landet man ein paar Decks tiefer als vorher. Auch ein hohes Gebot garantiert nichts - TUI Cruises muss nicht das höchste annehmen. Das Ganze läuft übrigens nicht bei jeder Reise, sondern nur bei ausgewählten Abfahrten. Das gleiche Verfahren gibt es auch bei Hapag-Lloyd Cruises - also für die Europa, die Europa 2 und die drei Hanseatic-Expeditionsschiffe.

Schnäppchen oder Zumutung?

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Neu ist das Prinzip in der Branche absolut nicht. Viele Reedereien machen das seit Jahren - teilweise sogar über denselben Dienstleister. Auch meine Innenkabine mit Fenster zum Central Park auf der Legend of the Seas habe ich vor ein paar Wochen per Gebot bei Royal Caribbean bekommen. Warum machen Reedereien das? Es bringt zusätzliche Einnahmen ohne großen Aufwand - die Kabinen werden einfach etwas anders verteilt.

Ein Garant fürs Sparen ist das natürlich nicht. Das Mindestgebot kann so hoch sein, dass man am Ende mehr zahlt, als hätte man die höhere Kategorie gleich gebucht. Und dann ist da noch die Diskussion, ob Suitengäste sich ärgern müssen, wenn nebenan jemand für deutlich weniger Geld wohnt. Ich sage immer: Das ist wie bei den Airlines. Im April bin ich nach New York geflogen - one way für 310 Euro gebucht. In Helsinki habe ich dann nach einem Upgrade für die Langstrecke gefragt: 690 Euro. Für unter 1.000 Euro hätte ich den Business-Class-Flug one way nie bekommen - also habe ich zugeschlagen und saß zwischen Leuten, die ein Vielfaches bezahlt hatten. Eine Zumutung im Grunde ;-) Nein, im Ernst - damit muss man rechnen. Irgendwer hat immer mehr bezahlt, irgendwer weniger. Das ist unsere Welt.

Ein neues Schiff, eine Werft im Gespräch und ein Hafen voller Wind

Die Upgrades sind nur eines der Themen in der aktuellen Folge 34 von Morr & Meer - Kreuzfahrt-Podcast. Außerdem geht es noch einmal um die Ambella, das Adults-only-Schiff für den deutschen Markt, um die Gespräche zwischen MSC und Bund und Land über 80 Prozent der Meyer Werft, um die AIDAperla, die in Le Havre bei Starkwind die Leinen verlor und neben der Mein Schiff 3 durchs Hafenbecken trieb, und um Royal Caribbean, die für rund drei Milliarden Dollar die Hälfte der Sandals Resorts in der Karibik übernimmt. Dazu kommen neue Hafengebühren in Oslo und Barcelona, der Abschied der Costa Fortuna und einiges mehr. Lieber nur anhören? Hier entlang: morr.de/pod.

Wer bei der nächsten Buchung lieber gleich in der richtigen Kategorie landet, statt zwei Tage vor Abfahrt zu zittern - das Buchungs- und Beratungsteam hilft Euch unter 040/25 32 87 88 oder über morr.de/reiseanfrage.

Bis nächste Woche - spätestens,

Euer Matthias

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