Wie bei AIDA nun die Schiffe im Mittelpunkt der Werbung stehen
13. Februar 2022
Ahoi, Ihr Lieben!
Ich widme mich ja meist dem, was an Bord der Kreuzfahrtschiffe passiert. Das Marketing der Reederei hat dann seine Arbeit längst erledigt - Menschen zu überzeugen, doch mal eine Kreuzfahrt auszuprobieren - oder Kunden aus der Vergangenheit schmackhaft zu machen, doch bald wiederzukommen. Vor kurzem hat AIDA Cruises eine große Jahresauftakt-Kampagne gestartet - mit dem Claim „Auf nach AIDA!“ Das klingt ein wenig so, als wäre AIDA ein Land. Das ist insofern spannend, weil damit nun das Schiff an sich als Ziel im Mittelpunkt steht.
Der ein oder andere wird sich da an eine Kampagne von AIDA aus der Vergangenheit erinnern: „Mein Hotel zeigt mir die Welt“. So ganz dumm ist auch das nicht gewesen, so erkläre ich ja auch immer den großen Vorteil einer Kreuzfahrt - man packt den Koffer nur einmal aus, und das Hotel reist quasi mit. Ziel eines derartigen Claims ist klar: Damit sollen unterschwellig diejenigen überzeugt werden, die noch nie eine Kreuzfahrt gemacht haben. Und das sind in Deutschland sehr viele.
Schaute man zu der Zeit in das damals noch erhältliche gedruckte AIDA-Magazin, dann gab es hier zwar Geschichten über Länder und Erlebnisse dort - aber fast gar nichts über das, was auf den Schiffen passiert. Das Schiff wurde quasi zum Transportmittel degradiert - oder eben zum Hotel, wo man eigentlich nur schläft - im Mittelpunkt stand all das, was außerhalb des Schiffs passierte.
Ein Kreuzfahrtschiff kann man durchaus mit einem Hotel vergleichen - keine Frage. Allerdings macht sich bei diesem Vergleich das Kreuzfahrtschiff unnötig klein. Die meisten Ferienhotels, die ich bisher besucht habe, können mit einem Kreuzfahrtschiff nicht mithalten, was Essen, Wellness oder Unterhaltung angeht - oder aber natürlich den Meerblick. Mit Pech hat man vom Balkon im Hotel dann doch nur einen Blick auf den Parkplatz - nicht nur ein paar Stunden - sondern den ganzen Urlaub.
Von daher ist jetzt „Auf nach AIDA“ keine schlechte Idee - so steht nun das Bordleben eher im Mittelpunkt. Ziel ist laut einem Bericht von Horizont Familien zu erreichen, die noch nie eine Kreuzfahrt gemacht haben. Erst später soll es auch um ferne Länder gehen - und damit sollen dann die erfahreneren Kreuzfahrer und AIDA-Fans angesprochen werden.
Was in der neuen Kampagne übrigens nicht zu sehen ist, sind Masken oder generell irgendetwas, was an eine Pandemie erinnert. Sehen wir das mal als sich im Laufe des Jahres selbst erfüllende Prophezeiung…
Bis in zwei Wochen - spätestens,
Matthias
Treibholz - Meine Fundstücke
Besondere Zeiten erfordern besondere Bedingungen - nach wie vor kann die Pandemie ja dazu führen, dass eine Kreuzfahrt nicht angetreten werden kann - oder das man sie schlicht nicht antreten möchte. Hier gibt’s einen Überblick über die Bedingungen der Reederei, die sich zum Teil deutlich voneinander unterscheiden.
Nach 500 Folgen war Schluss: Verrückt nach Meer ging vor gut einer Woche zu Ende. Mein Kollege Hans Stieger aus der Schweiz fand den Abschied von dieser Erfolgsserie ein bisschen lieblos, wie er hier aufgeschrieben hat.
AIDA dürfte die einzige Reederei sein, die einen eigenen, viele Stunden am Tag moderierten, Radiosender hat. Nun gibt’s im Programm auch regelmäßig interessante Interviews - auch ich bin ja schon mal zu Gast gewesen. Bisher gab es allerdings das Problem, dass sich diese Interviews quasi versendet haben. Wer es nicht bei der Ausstrahlung gehört hat, hatte keine Chance mehr, sich das Ganze anzuhören. Aber das hat sich jetzt geändert - es gibt nun hier eine Mediathek - und da sind zumindest einige der Interviews online.
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