Wie ich grad versuche, mich vor dem Fliegen zu drücken
31. Juli 2022
Ahoi, Ihr Lieben!
Den Bildern von überfüllten Flughäfen kann man in diesen Tagen kaum entgehen, wenn man mal den Fernseher einschaltet. Auch wenn es wohl auch immer wieder Momente gibt, wo die Situation an den Flughäfen wieder vergleichsweise normal ist: Ich habe für mich gesagt, dass ich eigentlich versuchen will, Flüge in diesen Wochen komplett zu vermeiden - wenn es denn Alternativen gibt. Nach dem Motto: Jeder Fluggast weniger hilft.
Grundsätzlich bin ich ja sowieso niemand, der sich ums Fliegen reißt. Wenn ich in den vergangenen Jahren nach München oder Zürich oder zuletzt nach Rotterdam gereist bin, dann ist eigentlich immer klar, das ich das mit der Bahn mache. Das war aber auch nicht immer so. Ich erinnere mich noch, wie Anfang des Jahrtausends die Lufthansa auf der Strecke Hamburg - Köln Konkurrenz bekam und plötzlich eine Airline namens Hapag-Lloyd Express „Fliegen zum Taxipreis“ anbot. Auf dieser Strecke zu fliegen, darauf käme ich heute wohl nicht mehr.
Eigentlich war es geplant, dass ich in zwei Wochen mit der Queen Mary 2 von Southampton nach Hamburg. Und die Anreise ohne zu fliegen nach Southampton ist dann schon etwas für Fortgeschrittene. Vorbei sind ja leider die Zeiten, dass wir hier in Hamburg eine Fähre nach England haben - früher konnte damit man nach Harwich über Nacht fahren - von dort wären es dann noch fünf Stunden mit dem Zug.
Aber es geht theoretisch anders. Ich könnte mit dem Zug nach Brüssel fahren. Dort müsste ich dann allerdings wohl erst mal übernachten. Dann am nächsten Morgen würde ich mit dem Zug durch den Eurotunnel fahren nach London - dort einmal umsteigen - auf dem Weg nach Southampton. Aber zugegeben: das wäre schon Bahnreise für Fortgeschrittene. Von den Kosten wollen wir an dieser Stelle gar nicht reden. Aber das Thema Southampton hat sich in dieser Woche sowieso erübrigt. Die Reise mit der Queen Mary 2 war als Gruppenpressereise geplant, und die hat Cunard erst mal abgesagt. Als Begründung wurde genannt, dass die Flüge gestrichen wurden, die man eigentlich dafür vorgesehen hatte. Diese komplizierte Bahnanreise wollte man uns offenbar nicht zumuten.
Vorgestern wurde ja die neue Norwegian Prima an die Reederei übergeben. Im September bin ich dann mal drauf – so der Plan - auf einer Teilstrecke von Warnemünde nach Stockholm. Eigentlich könnte man auf dem Weg nach Hause mit dem Zug von Stockholm nach Kopenhagen fahren im ersten Schritt und von dort weiter nach Hamburg - das sind dann etwa zwei Mal fünf Stunden etwa - also völlig im Rahmen. Leider finden nun ausgerechnet in dieser Zeit Bauarbeiten statt, so dass die Züge zwischen Stockholm und Kopenhagen ausfallen.
Ich habe aber festgestellt, dass es Nachtzüge von Stockholm nach Hamburg gibt. Das habe ich noch nie gemacht und wäre sicherlich mal eine interessante Erfahrung. Leider wären an dem entsprechenden Tag nur noch Liegewagen verfügbar. Man müsste sich also das Schlafabteil mit anderen teilen. Jetzt bin ich allerdings noch auf eine ganz andere Form der Abreise gekommen: Einen Tag nach der Norwegian Prima liegt ein anderes Kreuzfahrtschiff in Stockholm, das dann in drei Tagen nach Kiel fährt. Das Schiff könnte ich dann als bessere Fähre nutzen - mal schauen, ob sich das organisieren lässt.
Bis in zwei Wochen - spätestens,
Matthias
Treibholz - Meine Fundstücke
Ich hatte sie oben schon erwähnt - die neue Norwegian Prima - am Freitag wurde sie von der Fincantieri-Werft an Norwegian Cruise Line (NCL) übergeben. Dieses Schiff ist insofern mal besonders interessant, weil es nach zehn Jahren das erste Schiff einer neuen Klasse der Reederei ist. In diesem Zeitraum hat sich die Marke NCL auch durchaus verändert - das Ziel war es, die Reederei zum Premiumanbieter weiterzuentwickeln. Und die neue Schiffsklasse wurden nun erstmals gezielt in diese Richtung geplant. Wer bis zum Morr-Rundgang im September nicht abwarten möchte: Die Kollegen von Cruise Critic waren bei der Auslieferung dabei und schwärmen vom „Look and Feel eines Luxusschiffs“ - mit ersten Bildern von Bord - hier zu sehen und auf Englisch zu lesen.
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