Wie ich mit einem Schiff viel Geld verlor
5. Dezember 2021
Ahoi, Ihr Lieben!
Wenn der 45-Jährige Matthias seinem 25-Jährigen Ebenbild etwas mit auf den Weg geben würde, dann wäre es der Rat: „Beschäftige Dich frühzeitig wenigstens ein bisschen auch mit dem Thema Geldanlage - dann bist Du nicht auf irgendwelche Finanzberater angewiesen.“ Es ist nicht ganz 20 Jahre her - da war ich mal im Gespräch mit einem: „Herr Morr, ich habe etwas ganz Tolles für Sie“, flötete er durchs Telefon. Eine Beteiligung an einem Schiff - kein Kreuzfahrtschiff, aber ein Massengutfrachter. Eine Rendite von sieben Prozent pro Jahr versprach der Berater - es war eine Zeit, wo man auch mit Tagesgeld noch einige Prozent bekommen hat, nicht so wie heute.
10.000 Euro war der Mindestanlagebetrag und ahnungslos, wie ich war, unterschrieb ich den Vertrag für die vermeintlich sichere Anlage. Die ersten zwei Jahre wurde die versprochene Rendite von jeweils 700 Euro noch ausgeschüttet. Dann wurden die Nachrichten, die von der Fondsgesellschaft kamen, immer schlechter. Die Welt war mittlerweile in einer Finanzkrise. Was nun genau von meiner Anlage noch übrig war, das war mir immer mehr unklar. Renditezahlungen gab es zumindest keine mehr. Irgendwann schrieb mir eine Anwaltskanzlei - wenn ich nochmal 300 Euro investieren würde, dann könne man dem Vermittler der Anlage vermutlich einen Fehler nachweisen und so wieder ans Geld kommen. Ich überwies das Geld an den Anwalt - nach einigen Wochen dann die Nachricht, dass man nicht erfolgreich war. Es würde aber noch andere Möglichkeiten geben, die natürlich extra kosten…
Vor einigen Wochen kam dann ein letzter Brief der Fondsgesellschaft mit der Endabrechnung - von meinen 10.000 Euro waren noch schlappe 77,30 Euro übrig geblieben. Viel Lehrgeld, was ich also bezahlt habe - heute würde mir sowas nicht mehr passieren!

Warum ich ausgerechnet jetzt diese Geschichte erzähle? Horst Müller (rechts im Bild) ist nicht nur Lektor an Bord der Mein-Schiff-Flotte - er hat auch gemeinsam mit seiner Frau Inge einen Roman veröffentlicht, in dem beide verarbeitet haben, was sie selbst erlebt haben.

Sie haben noch mehr Geld als ich verloren - in dem sie in ein Luxus-Resort in Kanada investiert haben, das letztlich nie gebaut wurde.
Eine unglaubliche Geschichte! Den Roman „Das Luxus-Resort - Abzocke in Kanada“ habe ich als E-Book gelesen und kann Ihn Euch nur ans Herz legen - spannend und unterhaltsam - zu haben unter anderem bei Amazon (Afiiliatelink).
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Ich bin tatsächlich nochmal unterwegs in diesem Jahr - worauf ich mich bei der derzeitigen Lage in Deutschland ganz besonders freue. Und zwar bin ich auf der Silvesterreise mit AIDAnova - vom 29. Dezember bis zum 8. Januar. Von Lissabon geht’s Richtung Gran Canaria - mit dem Jahreswechsel vor Madeira, das habe ich in den all den Jahren noch nicht erleben können. Einziger Haken bei der Reise: Es gab nur noch Flüge ab und nach Düsseldorf - aber okay... Und ansonsten schauen wir mal, wie die Lage in der Welt in dreieinhalb Wochen ist…
Bis in zwei Wochen - spätestens,
Matthias
Treibholz - Meine Fundstücke
Tina ist Shopmanagerin auf AIDAsol, und sie hat mir geschrieben. Sie haben an Bord ein Crewmitglied, das es zur Zeit sehr schwer hat. Julix kommt von den Philippinen und vor einiger Zeit bekam seine Frau, die schlimme Diagnose: Brustkrebs. Nun ist das Gesundheitssystem dort nicht mit dem deutschen vergleichbar - und so soll die Familie eine Operation für 10.000 Euro bezahlen, bei der die Brust abgenommen wird. Zu viel Geld für die Familie! Tina hat nur hier eine Spendenaktion für Ihren Kollegen gestartet.
Die Lage in der Welt entwickelt sich sehr dynamisch weiter - vor zwei Wochen hatten die meisten von uns noch nie etwas von „Omikron“ gehört. Aber das hat sich ja rasant geändert - was das für Eure Kreuzfahrten bedeuten kann, gibt’s hier zu lesen.
Was sind eigentlich generell die Herausforderungen für die Kreuzfahrtbranche in der nächsten Zeit? Das hat mein Kollege Beat Eichenberger aus der Schweiz hier sehr lesenswert aufgeschrieben.
Es kann mal etwas dauern, wenn man in diesen Zeiten bei AIDA jemanden ans Telefon bekommen möchte. Woran das liegt, darüber sprich die Reederei erstaunlich offen und transparent in einem 6-Minuten-Video.
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