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Morrletter #28

Wieviel Geld verdiene ich eigentlich mit YouTube?

6. Oktober 2019

Ahoi, Ihr Lieben!

Neulich bekam ich von einem von Euch eine sehr nette Mail, der schrieb, er würde sich auch immer die Werbung vor meinen Videos anschauen, damit ich so auch Geld verdiene. Das ist natürlich super und freut mich natürlich. Aber wie ist eigentlich die Größenordnung, was man dort verdient, wenn sich jemand die Werbung vor und nach einem Video von mir anschaut?

Das ist nicht bei jedem YouTuber gleich - das hängt davon ab natürlich, wie attraktiv die Zuschauerschaft für die Werbetreibenden ist. Schaue ich mir meine Erlöse an, sind die für YouTube-Verhältnisse vergleichsweise hoch, offenbar seid Ihr für Werbetreibende hochinteressant.

Aber nun mal Butter bei die Fische, wieviel Geld ist es am Ende, das da rumkommt? Bei mir sind es pro Videoabruf unter einem halben Cent - schaut Ihr also 100 Videos im Jahr von mir, bekomme ich dafür von Google unter 50 Cent. Das ist für YouTube-Verhältnisse vergleichsweise viel - für viele Creator ergibt sich am Ende nämlich nur ein Bruchteil davon. Eine Garantie, dass das so bleibt hat man nicht - das kann sich immer ändern.

YouTube ist eine fantastische Plattform - aber als Creator erhält man keine Rundum-sorglos-Vergütung, es ist letztlich nur ein Baustein. Ein weiterer Baustein sind bei mir Provisionen, wenn Ihr Eure Reise über einen sogenannten Affiliate-Link von mir bucht. Auf schiffstester.de findet Ihr Links zu Reedereien, wie AIDA oder TUI Cruises, und einigen Reisebüros - bucht Ihr dort und habt vorher auf einen Link von mir geklickt, erhalte ich einige Prozent vom Reisepreis - das ist dann etwas ergiebiger als das, was pro Zuschauer an Einnahmen durch angeschaute Werbung rum kommt. Und das Tolle ist: Ihr habt keine Mehrkosten. Dementsprechend machen das auch immer mehr von Euch! Also denkt vor Eurer Buchung immer an den kurzen Umweg über schiffstester.de. Danke schon mal dafür!

Bis nächsten Sonntag - spätestens,
Matthias


Treibholz - Meine Fundstücke der Woche 

„Werdet nachhaltig oder geht pleite“ - ich fand die Überschrift ganz interessant - in diesem Fall bezieht sie sich auf den Handel, aber eine interessante Frage wäre natürlich, ob sich das auch auf die Kreuzfahrtbranche übertragen lässt perspektivisch gesehen. Der gesellschaftliche Wandel könnte das Nachhaltigkeitsthema jedenfalls noch sehr sehr viel bedeutsamer werden lassen, als es bisher war.

A propos Nachhaltigkeit: Hapag-Lloyd Cruises verzichtet ab 2020 flottenweit auf Schweröl - sicherlich schon mal ein guter Schritt. Was ich mich frage: Setzt man dadurch nicht auch die Halb-Schwester TUI Cruises unter Druck es gleich zu tun?

Schwerer Start für die World Explorer von Nicko Cruises: Besonders auf den üblichen Bewertungsportalen steht sie bisher eher schlecht da. Franz Neumeier war auf einer der ersten Reisen an Bord, und spricht darüber sehr ausführlich in seinem Podcast. Und er betont einmal mehr: Ein Fünf-Sterne-Produkt anzukündigen war nicht sonderlich geschickt, weil falsche Erwartungen geweckt wurden. Er sieht aber grundsätzlich viele positive Seiten an dem Neubau.

Kann man Verlage ernst nehmen, die auf der einen Seite Leserreisen veranstalten und auf der anderen Seite Kreuzfahrt-Bashing betreiben? Bei der „Zeit“ war nun zumindest der stellvertretende Chefredakteur Bernd Ulrich konsequent, der häufig gegen Klimasünder schreibt: Er hat die Teilnahme an einer Leserreise abgesagt.

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