Würdest Du auf dem Pooldeck einen Stuhl abgeben?
30. Juni 2019
Ahoi, Ihr Lieben!
Ein Thema hat Euch diese Woche auf meiner Facebook-Seite ganz besonders bewegt - ich sehe das daran, weil mir Facebook angezeigt hat, dass das Posting bei etwa 24.000 von etwa 29.000 Followern ausgespielt wurde - auf eine Reichweite von über 15.000 mit einem Posting komme ich sonst eher selten…
Wer es nicht gesehen hat: Es ging auf die Stühle, die an Deck auf AIDAnova/prima/perla im Einsatz sind. Nein, keine Liegen, sondern tatsächlich Stühle - mit einer verstellbaren Rückenlehne. Vorteil: Es passen erheblich mehr Stühle auf eine Fläche als Liegen. Will sagen: Es haben mehr Urlauber die Chance auf eine Sitzgelegenheit.
Nun ist es in der Realität aber eher so, dass sich der findige deutsche Urlauber quasi seine eine Liege baut - nämlich aus zwei Stühlen. Womit die Rechnung der Reederei natürlich nicht mehr aufgeht, möglichst vielen einen Sitzgelegenheit zu geben. Ich hatte Euch daraufhin gefragt, was wohl passieren würde, wenn ich jemanden anspreche: „Sie haben zwei Stuhle für sich, ich habe keinen - würden Sie mir einen abgeben?“ Ich wäre da eher skeptisch - aber einige von Euch hatten in so einer Situation schon gute Erfahrungen gemacht, wo dann jemand seinen Stuhl abgab - wenn auch unter Murren.

Es entstand eine lebhafte Diskussion - mehrere schrieben, viele würden sogar drei Stühle für sich beanspruchen - nämlich einen dritten Stuhl für Sonnenmilch und Tasche. Ich bin, was die Lösung dieses Problems angeht, ehrlich gesagt etwas ratlos. Sollte die Reederei vorgeben, dass jeder nur einen Stuhl nehmen darf und das entsprechend kontrollieren? Aber wer will das schon im Urlaub… Und man könnte das natürlich dann auch weiter denken: Zum Frühstück im Restaurant für jeden nur eine Scheibe Lachs - wobei es ja, zumindest was das Essen angeht, auf den Schiffen so ist, dass Vorräte niemals zu versiegen scheinen. Etwas alle ist quasi nie - ein entscheidender Unterschied zu Stühlen und Liegen.
Aber Ende kann man eigentlich nur an die Vernunft der Gäste appellieren: Am Ende wird es eine schöne Kreuzfahrt für möglichst alle nur, wenn jeder seinen Egoismus wenigstens etwas im Zaum hält…
Bis nächsten Sonntag - spätestens,
Matthias
Treibholz - Meine Fundstücke der Woche
Wieviel AIDAnova steckt in der Carnival Mardi Gras? Das ist die große Frage - denn beide Schiffe basieren auf der gleichen Plattform - sind also, zumindest was die Stahlkonstruktion angeht, an vielen Stellen identisch. Aber der Ausbau unterscheidet sich doch deutlich, wie in diesem neuen Video zu sehen ist. Eine Streedfood-Meile gibt es auch auf der Mardi Gras - die aber sogar unter freiem Himmel - und es gibt einen Pool auf dem Lanai-Deck... Klar: Das Carnival-Schiff wird vermutlich in erster Linie für die warme Karibik gebaut.
Bei der Taufe der Vasco da Gama, die nun für Transocean Kreuzfahrten unterwegs ist, war ich im Grunde ganz angetan von diesem Schiff aus den 90er-Jahren. Nun muss man aber sagen: Wenn ich nur eine Nacht an Bord bin - und das auch nur während einer Taufe, dann ist das natürlich nicht so wirklich aussagekräftig. Klar, ich kann sagen, ob ich die öffentlichen Bereich gelungen finde oder nicht - und das ist dort der Fall! Wenn man sich nun aber mal auf den Bewertungsplattformen umschaut, wie hier auf Holidaycheck, dann sind die ersten Berichte doch eher verheerend. Solltet Ihr die Vasco da Gama gebucht haben, würde ich mich aber dennoch nicht verrückt machen lassen - dass das Schiff über wirklich schöne öffentliche Bereiche verfügt, darüber berichtet kaum jemand - stattdessen wird kritisiert, dass es im Buffetrestaurant keine Selbstbedienung gibt. Bedienung am Buffet ist aber quasi die Luxusvariante - weil es wesentlich personalintensiver und dafür auch hygienischer ist. Das erinnert an Menschen, die sich im Netz beschweren, wenn ein Wiener Schnitzel ohne Sauce serviert wird...
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